Der 26. Spieltag in der Landesklasse verlief für die beiden Teams aus Nedlitz und Zerbst nicht erfolgreich. Dennoch waren beide Trainer nicht unzufrieden.

Nedlitz/Güsen l Germania Olvenstedt konnte seine Führung in der Tabelle auf fünf Punkte ausbauen. Die Germanen gewannen in Nedlitz 2:1 und Kleinühlingen/Z. trennte sich gegen Neuenhofe nur 1:1.

SC Nedlitz - Germania Olvenstedt 1:2 (0:0). "Es war ein Spiel auf Augenhöhe", sagte SC-Trainer Helmut Friedrich, der "überrascht war", dass seine Jungs "voll mithalten konnten und kein Unterschied erkennbar war". Schade war nur, dass die Nedlitzer in der Nachspielzeit noch unterlegen waren. Nach der 1:0-Führung der Gäste durch Torjäger Andreas Bode (74.) glich Marcel Kilz in der 82. Minute zum 1:1 aus. Doch in der Nachspielzeit kamen die Germanen noch zum 2:1-Siegtreffer. Es war besonders bitter, dass Andy Bauerfeind in der 91. Minute noch einnetzte.

"Eigentlich war der Freistoß schon geklärt, aber der Ball landete bei einem Olvenstedter, der die Flanke die den Strafraum brachte, wo Bauerfeind aus einem Gewühl heraus traf", sagte Friedrich, der aber seiner Mannschaft eine "sehr gute Leistung" bescheinigte.

"Es ist kein Beinbruch und ich habe gesehen, dass wir mit dieser Spitzenmannschaft mithalten können. Wir haben gut gespielt und verloren. Das ist zwar bitter, aber wir müssen uns nichts vorwerfen. Wir machen weiter und wollen in den restlichen Spielen wenigstens noch drei Punkte holen."

Germania Güsen - Rot-Weiß Zerbst 2:2 (1:2). Wie in den Spielen zuvor waren die Zerbster zumindest in der ersten Hälfte klar überlegen, aber die Chancenverwertung katastrophal. "Wir haben prima gespielt und Güsen vor Riesenprobleme gestellt. Vor dem Tor haben wir uns klasse bewegt und uns Riesenchancen erarbeitet. Aber dann haperte es an der Verwertung", sagte TSV-Trainer Torsten Marks.

Florian Böning sorgte für die frühe Führung (6.). Nach einer Ecke glich Josef Bonitz für Güsen aus (34.). "Da haben alle geschlafen", so Marks. Die Zerbster machten weiter und kurz vor der Pause erhöhte Böning auf 2:1 (43.). "Zur Halbzeit hätte es 4:1 oder 5:1 stehen müssen und der Gegner hätte keine Hoffnung mehr gehabt. Aber beim 2:1 gibt sich keiner geschlagen."

Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit gab es erneut zwei Riesenchancen, die ungenutzt blieben. "Danach flachte das Spiel total ab und wurde sehr schlecht, aber von beiden Seiten", so der Trainer, der mit Humor anfügte: "Ich dachte, ich bin beim Tennis. Die Bälle wurden von Abwehr zu Abwehr hin und her geschlagen. Das war Nackengymnastik und kein Fußball."

Und so kamen die nie aufgebenden Güsener durch Florian Lamprecht zum 2:2-Ausgleich (63.). "Auch da haben wir geschlafen und eine Bogenlampe nicht geklärt", so Marks, der am Ende aber noch froh war, dass wenigstens der Punkt feststand, denn "die Güsener hatten noch eine dicke Chance, doch Ricardo Werner parierte klasse und hielt den Zähler fest". Berichte folgen.

Nedlitz: Hoffmann - Juskowiak, Ritze, Scheil (76. Körner), Alarich, Fambach, Hahn, Mielchen, Lehmann, Puls, Kilz. SR: Robert Stähr (Bismark), Mathias Drewes, Heiko Schulze, ZS: 70.

Zerbst: Werner - Hagen Ernst, Wollgast (72. Kunitschke), Sebastian Sens, Daniel Ernst, Fischer, Wiegelmann, Gieseler, Böning, Lukan, Syring (88. Reichhardt). SR: Thomas Wissel (Zukunft Magdeburg), Christian Schulze, Memis Ozcan, ZS: 88.