Zerbst (hjs) l In Zerbst fand die Pokalendrunde der "Hobby-Mix"-Liga im Volleyball statt. Mit Rosian, Kühnau, Meinsdorf, den Zerbster "Monsterblockern, dem TSV "Mix" und der "Alibisportgruppe" Güterglück/Zerbst hatten sechs der neun Liga-Sechser gemeldet. Nach teilweise sehr spannenden Spielen holten die Volleyballer der SG Rosian nicht ganz unerwartet den begehrten Pokal.

Über sieben Stunden Volleyball pur gab es bei der Pokalend- runde in der Zerbster Sporthalle an der Fuhrstraße zu sehen. Staffelleiter Walter Brockel hatte mit Hilfe der TSVer um Uwe Krüger und Heike Osterwald sowie dem Servicepaar Doris Wolter und Wolfgang Graßhoff alles bestens vorbereitet.

Die Mannschaften dankten es auf ihre Weise. Alle Sechser brachten über weite Strecken enormen körperlichen Einsatz. Kühnau als Staffelsieger, der TSV "Mix" um die sehr gute Nicole Barycza sowie die angriffsstarken Rosianer wurden als Favoriten gehandelt. Im Modus jeder gegen jeden und nur über zwei Spielsätze gab es spannende Partien.

Viel Spannung dann gleich im ersten Aufeinandertreffen von Meinsdorf und Rosian. Die in der Liga zuletzt schwächelnden Meinsdorfer rangen den Ehlevolleyballern ein 1:1 (24:25, 25:20) ab. Die Rosianer um den reaktivierten Top-Angreifer Nico Vorbroth begannen aber nach diesem knappen Spiel ihren Angriff auf den Pokal. In den weiteren Spielen gegen Kühnau (1:1), "Monsterblocker" (2:0) und im "Endspiel" gegen den TSV-"Mix" (2:0) legten sie den Grundstein für ihren ersten Pokalsieg. Im entscheidenden Spiel gegen Staffelmeister Kühnau brachten sich Antonia Bartke, Susann Geletzke und Sarah Steffen als Frauenpart mit viel Spielverständnis und guten Abwehraktionen im Feld toll ein. "Es macht einfach Spaß. Und ein wenig Volleyball spielen konnten wir ja auch schon", meinte die in Isterbies wohnende Susann Geletzke.

Die sonst so eingespielt auftretenden Kühnauer hatten nicht ihren besten Tag erwischt. Ihr variantenreiches Spiel mit vielen Hinterfeld-Angriffen und dem Spiel über die Angriffsmitte verpuffte an diesem Tag. Zumindest die Rosianer und die sich kämpferisch enorm steigernden Meinsdorfer (2:0 gegen Kühnau) waren dem Meister überlegen. Sichtlich unzufrieden waren die Kühnauer vor allem nach dem Spiel gegen die Meinsdorfer. "Wir wollten den Pokal. Vor allem gegen Meinsdorf wollten wir so nicht verlieren. Das ist aber Volleyball. Wenn es nicht läuft, hast du kaum eine Chance", meinte bei einem Frustbier einer der Besten der Saison, der Kühnauer Ralf Moßig.

"Euer Ziel mit dem Pokalgewinn habt ihr nicht erreicht. Es war aber wieder mehr drin", urteilte Staffelleiter Brockel bei der Ehrung des TSV-"Mix". Die TSVer waren nach den personellen Ausfällen bei den Monsterblockern (ohne B. Wünsche, S. Handrich, Lehmann, Hustedt) die Hoffnungsträger der Zerbster Rot-Weißen, die unbedingt in dieser Saison einen Titel nach Zerbst holen wollten. Auch ohne Jana Knape, die Mutterfreuden entgegen sieht und Carsten Straube hatten die TSVer einen gut aufgestellten Sechser beisammen. Hatten sie Kühnau im spannendsten Spiel des Tages ein 1:1 abgerungen, so ließen sie die Pokalhoffnungen gegen die "Monsterblocker" und Rosian liegen.

Einen interessanten Spieler sah man bei der "Alibisportgruppe" aus Güterglück. Ex-Oberligahandballer Jens Schönwälder verstärkte den Sechser. Seine harten Angriffsschläge, vor allem nach gutem Zuspiel seiner Frau, sicherten dem Außenseiter so manch wichtigen Punkt.

Mit der Pokalrunde beendeten die Volleyballerinen und Volleyballer der Liga ihre Saison, sehen sich bei den Sommerturnieren aber wieder.