Zerbst (ppf/sza) l Am Mittwoch kam es beim Halbfinalspiel um den Landespokal der B-Jugend zwischen dem Landesligisten TSV Rot-Weiß Zerbst und dem Bundesligisten vom 1. FC Magdeburg vor über 250 Zuschauern auf dem Zerbster Anger zu einem Spiel der Extraklasse, bei dem sich der FCM als haushoher Favorit klar mit 9:0 (2:0) durchsetzte.

Für die TSV-Jungs war dieses große Fußball-Spektakel mit einem Rahmenprogramm aus Musik, Gastronomie, Stadion- sprecher sowie Hüpfeburgen für die kleinen Kicker von morgen im Gegensatz zu den Gästen aus Magdeburg eine etwas ungewohnte Atmosphäre.

Die Magdeburger waren gewarnt durch die bisherigen Zerbster Erfolge in diesem Pokalwettbewerb und nahmen dieses Spiel sehr ernst. Das zeigte ihre Aufstellung mit der ersten Garnitur, zu der zum Beispiel auch Nationalspieler Florian Krüger zählt. Der Angreifer des 1.FCM absolvierte schon einige Länderspiele mit der U16-Nationalmannschaft und kam dort auch schon auf zwei eigene Treffer.

Voller Anspannung und hochmotiviert erwarteten die Jungs des TSV die Eröffnung des Matches durch Schiedsrichter Sebastian Görmer. Es sollte nur eine Minute dauern, da war der Ball nach einem Schuss von Emre Duman schon im Zerbster Netz. In der zehnten Spielminute war es Tim Queckenstedt, der auf 2:0 erhöhte. Für TSV-Keeper Erik Schwarz, der in diesem Spiel eine starke Leistung zeigte, gab es bei allen Toren nichts zu halten.

Nachdem der TSV seine hohe Nervosität in der Anfangsphase abgelegt hatte, lief es etwas besser. Aber der FCM bestimmte erwartungsgemäß weiter das Spiel und zeigte wahren Fußballzauber mit super schnellen Pass-Stafetten. Bis zur Halbzeitpause konnte der TSV durch eine klasse Mannschaftsleistung das Ergebnis halten, aber das wahnsinnig hohe Tempo durch die Gäste zehrte an den Kräften der Rot-Weißen, die sich das gesamte Spiel über im Dauersprint befanden.

Nach dem Wiederanpfiff ging es dann Schlag auf Schlag. Durch Tore von Schätzle (45.), Celik (53.), Duman (60., 79.), Queckenstedt (65., 68.) und Hartmann (75.) erhöhte sich der Rückstand der Zerbster auf 0:9.

Trotz der Magdeburger Dauerangriffe gab sich Zerbst aber nie auf und kämpfte bis zum Abpfiff gegen diesen übermächtigen Gegner. Mit dem Endergebnis können die Jungs trotzdem zufrieden sein. Das Ziel war, nicht zweistellig zu verlieren und ein eigenes Tor zu erzielen, was sicherlich eine Sensation dargestellt hätte.

"Leider hat es mit dem eigenen Tor nicht geklappt, aber für die Jungs war es ein super Erlebnis", sagte TSV-Trainer Peer Pfitzner. Ein großer Dank der Mannschaft geht an die vielen kleinen Helfer, die das Rahmenprogramm für dieses Topspiel ermöglicht haben sowie an die zahlreichen Fans und Gäste, die die Mannschaft super unterstützt haben.