In einem Spiel auf Augenhöhe unterlag Kreisligist FSG Vorfläming II dem SV Mildensee II trotz einer 2:0-Führung zur Halbzeit noch knapp 2:3.

Garitz (hru/sza) l Durch zwei Unstimmigkeiten in der durch den Ausfall von Spielern umgestellten Abwehr fielen zwei entscheidende Treffer.

Das Spiel begann sehr verheißungsvoll. Schon in der fünften Minute fiel das 1:0. Ausgangspunkt war eine schnelle Kombinationsfolge mit einer maßgenauen Vorlage von Eric Metzker in den Lauf von Jonas Rudolf, der mit dem Außenrist den Ball am Torhüter vorbeischlenzte.

"Eigentlich eine dunkelrote Aktion. Es gab nicht einmal Gelb."

FSG-Trainer Helmut Rudolf.

In der achten Minute eine ähnliche Situation. Wieder wurde der Ball schnell laufen gelassen und Rudolf ließ den Torwart aussteigen. Er schlenzte den Ball mit rechts knapp am linken Pfosten vorbei, statt ihn mit dem linken Fuß einzuschieben, denn das Tor war leer. Eine Aktion, die dem Selbstvertrauen schadete.

Schon hier war zu erkennen, dass die Gäste versuchten, die spielbestimmenden Akteure Steffen Fräßdorf, Christian Friedrich sowie Rudolf und Metzker aus dem Spiel zu nehmen. Was sie auf die Socken bekamen, überstieg die Grenzen des Erlaubten.

Nur Schiedsrichter Rabe (Abus Dessau) sah das anders. Besonders beim Foul an Ch. Friedrich, wo er rüde von hinten von den Beinen geholt wurde (11.). "Eigentlich eine dunkelrote Aktion", so FSG-Trainer Helmut Rudolf. Es gab nicht einmal Gelb.

In der 36. Minute wurde Metzker im Fünfmeter-Raum zu Boden gerissen. Rabe winkte ab und entschied auf Stürmerfoul. Dann entschloss sich Ch. Friedrich zu einer Einzelaktion und vollendete aus 16 Metern in die rechte untere Ecke zum 2:0 (40.). In der Halbzeitpause mahnte Trainer Rudolf die Spieler, sich zurückzuhalten, um keinen Anlass für den Schiedsrichter zu bieten. Alle Bemühungen scheiterten, denn jeglicher Köperkontakt ergab Freistoß für die Gäste.

In der 48. Minute dann die erste fragwürdige Entscheidung in Strafraumnähe, wo ein Gästespieler zu Boden ging. Das Geschenk verwandelte Tanz zum 1:2-Anschlusstreffer.

In der 59. Minute gab es Geschenk Nummer zwei. Bei einem Missverständnis zwischen Torwart und Abwehrspieler waren zwei Gästespieler frei und schoben abseitsverdächtig zum 2:2 ein.

Der nächste Treffer fiel durch Ströber, der von einem weiteren Missverständnis in der FSG-Abwehr profitierte, frei durchlaufen und zum 3:2 einschieben konnte (80.).

Weitere Tormöglichkeiten für die FSG gab es nur wenige und wenn, wurden sie durch Fouls unterbunden. "Unverständlich auch der ausgebliebene Pfiff, als Jonas Rudolf beim Zweikampf umgehauen wurde", so der Trainer, der anfügte: "Der Schiri entschied, dass er selbst hingefallen wäre. Dabei hatte er sich noch verletzt."

In der 93. Minute setzte Ch. Friedrich zum Sturmlauf an, tankte sich bis zur Strafraumgrenze durch, wurde von hinten gefoult. Der Schiedsrichter pfiff zwar, aber es gab keinen Freistoß, sondern den Abpfiff.

FSG Vorfläming II: Heilig - Zähle, Reich, Edner, Gube, Schmidt (85. Wolf), Fräßdorf, Sohn, Rudolf, Metzker, Ch. Friedrich.

SR: Klaus-Dieter Rabe (Abus Dessau), ZS: 12.