Zum fälligen Auswärtspunktspiel in der Tischtennis-Verbandsliga Sachsen-Anhalt führte es die erste Herrengarnitur des TTC "Anhalt" Zerbst am vergangenen Sonnabend in den Norden des Bundeslandes zum Tabellenzweiten, Schwarz-Weiß Bismark. Mit einem klaren 9:3-Erfolg unterstrichen die Altmärker am Ende ihre Spielstärke und eroberten die Tabellen-Führung in der höchsten Spielklasse zurück.

Bismark. Nach den drei zu spielenden Eingangsdoppeln gerieten die Zerbster in einen 1:2-Rückstand, wobei lediglich die Paarung Kinnouezai/Lehmann über Kirchner/Winckler auftrumpfen konnte.

Im oberen Paarkreuz konnte Michael Lucas gegen einen der besten Spieler der Liga, Bindemann, nicht viel ausrichten und unterlag klar in drei Durchgängen. Sunday Kinnouezai hatte am Nachbartisch gegen Otto Startschwierigkeiten, konnte jedoch nach einem 1:2-Satzrückstand noch ausgleichen. In Durchgang fünf schaltete der Zerbster Spitzenspieler noch einen Gang höher, wobei ihm des Öfteren das Glück des Tüchtigen zur Seite stand, um auf 2:3 Punkte für den TTC zu verkürzen.

Im mittleren Paarkreuz konnte Denis Hasdorf anfangs noch gut gegen den sehr sicher agierenden Kirchner mithalten. Mit der Zeit stellte sich der Gastgeber jedoch immer besser auf die weichen Topspins Hasdorfs ein und gewann die folgenden drei Durchgänge souverän. Ähnlich gestaltete sich der Ablauf im Spiel Kai Lehmanns gegen Nielebock. Der Strinumer konnte sich nach einem 0:2-Rückstand noch einmal aufbäumen, musste sich jedoch in Durchgang vier dem druckvollen Spiel mit 10:12 Bällen beugen.

Im unteren Paarkreuz der Anhalter sollte Stefan Graßhoff dann recht chancenlos gegen Rüge bleiben. Der Gastgeber kannte das Materialspiel des Anhalters zu gut, als dass dieser ihm das Leben damit hätte schwer machen können.

Einen guten Auftritt zeigte Christian Steudtner, der für den verhinderten Carsten Heyer einsprang. Gegen Winckler, den zweitstärksten Spieler des unteren Paarkreuzes, lieferte er eine bravouröse Fünf-Satz-Vorstellung ab, die jedoch durch zu viele Defensiv-Aktionen im Entscheidungs-Durchgang bei 9:11-Bällen nicht gekrönt wurde.

Zur Halbzeit liegen die Zerbster mit 2:7 hinten

Die zweite Runde startete mit dem Spitzenspiel Kinnouezais gegen Bindemann. Auch wenn der gebürtige Beniner über lange Strecken mithalten konnte, so überzeugte die Bismarker Nummer eins in vier Durchgängen mit platzierten und harten Attacken mehr.

Eine taktisch sehr gute Leistung lieferte Kapitän Lucas im Spiel gegen Otto ab. Durch sein variables Spiel und den ständigen Wechsel zwischen Schnitt und Tempo, ließ er seinem Gegner keine Chance, sich auf das Spiel einzustellen und gewann sicher in drei Sätzen.

Im letzten Einzelspiel des Tages musste sich Lehmann, dem am Ende an Sicherheit zulegenden Kirchner in vier Durchgängen geschlagen geben, womit das Endergebnis von 3:9 besiegelt wurde.

Bismark: Bindemann 2,5; Otto 1,5; Kirchner 1; Nielebock 1,5; Winckler 1; Rüge 1,5.

Zerbst: Kinnouezai 1,5; Lucas 1; Lehmann 0,5; Hasdorf; Graßhoff; Steudtner.