Nach zuletzt guten Leistungen (Ausnahme Spiel gegen Tuchheim) in der Vorbereitung gegen fast nur höherklassige Mannschaften holte Germania Olvenstedt den Tabellenzweiten der Landesklasse 2, TSV Rot-Weiß Zerbst, am Sonnabend zurück in die Realität und schickte den TSV im ersten Punktspiel nach der Winterpause mit 0:3 (0:1) nach Hause.

Magdeburg. Zerbst war fest entschlossen, drei Punkte mitzunehmen. Trainer Torsten Marks äußerte vor dem Spiel. "Die Mannschaft ist auf den Punkt topfit. Wir haben eine gute Vorbereitung gespielt und freuen uns auf eine spannende Rückrunde."

Nach kurzeitigem Abtasten begann am Sonnabend nur eine Mannschaft zu spielen, der Gast aus Zerbst. Immer mehr versuchte er, den Gastgebern sein Spiel aufzudrücken. Es gelang auch. Olvenstedt war bis zur 8. Minute nur mit Abwehrarbeit beschäftigt. Nach einem Fehlabspiel von Marcel Gieseler legten die Platzherren den Schalter viel schneller um. Der erste Schuss auf das Tor von Ricardo Werner bedeutete auch gleich das 1:0 für Olvenstedt.

Zerbst war etwas geschockt, aber weiter spielbestimmend. Ab der 15. Minute versuchten sich Keven Sens und Florian Sens per Freistoß (20.), jedoch ohne Erfolg. In der 23. Minute war es wieder K. Sens, der den mitgelaufenen und besser postierten Bastian Wiegelmann nicht sah. In der 35. Minute folgte der zweite Torschuss der Platzherren. Werner hatte keine Probleme. In der 44. Minute kam Olvenstedt zur ersten Ecke, die nichts einbrachte. Mit einem 0:1-Rückstand bei einer überlegenen Zerbster Elf ging es in die Kabine.

Die zweite Hälfte begann mit Powerplay der Gäste aus Zerbst. 15 Minuten lang war es ein Spiel auf ein Tor. Doch K. Sens, Thomas Möhring und Martin Thamm schafften es nicht, den Ball über die Linie zu befördern. In der 60. Minute erzielte Matthias Bruchmüller den 1:1-Ausgleich. Doch der zählte nicht, weil der Linienrichter eine angebliche Abseitsstellung gesehen haben wollte. Ein Tor in dieser Phase hätte vielleicht noch eine Wende zugunsten des Tabellenzweiten aus Zerbst bringen können. So aber erzielte im Gegenzug die Heimelf die 2:0-Führung, quasi aus dem Nichts heraus.

In der 65. Minute der erste Wechsel bei den Zerbstern. Möhring musste überraschend den Platz freimachen. Für ihn kam Nikolaj Kuklin. Rot-Weiß versuchte nochmal etwas Druck aufzubauen, konnte aber durch unkonzentrierte Abspiele und überhastete Aktionen im Abschluss für keinerlei Gefahr sorgen.

Die Abwehr der Gäste stand nicht sicher. Die Zerbster Angriffe endeten am gegnerischen Strafraum. Daran änderte auch ein Pfostenschuss durch K. Sens in der 75. Minute nichts. Nach einem dieser ungefährlichen Angriffe der Rot-Weißen kamen die Olvenstedter mit gefährlichem Konterspiel zum 3:0-Endstand (80.). Nach diesem Tor musste dann auch noch Wiegelmann verletzt den Platz mit Verdacht auf Gehirn- erschütterung verlassen. Bei einem Kopfballduell bekam er unglücklich einen Schlag an den Kopf und musste die Nacht zur Kontrolle im Zerbster Krankenhaus verbringen. Die Mannschaft wünscht ihm alles Gute und hofft ihn bald wieder im Team begrüßen zu können.

Fazit dieses Spieles kann nur eines sein: Schnell abhaken, Fehler analysieren und jeder muss für sich darüber nachdenken, wie er für die Mannschaft am wertvollsten ist. Jeder einzelne sollte über seine Leistung nachdenken. Schön spielen nützt niemanden. Ein Spiel wird durch Tore entschieden und davon war Rot-Weiß trotz weitaus mehr Ballkontakten weit entfernt.

Zerbst rutscht auf Platz drei der Tabelle und muss TuS Neustadt Magdeburg, die ihr Spiel in Atzendorf mit 2:0 gewannen, vorbei ziehen lassen. Tabellenführer Barleben konnte durch einen 2:1-Erfolg in Gommern den Vorsprung auf sechs Punkte wachsen lassen und sollte diesen in den kommenden Spielen auch sicher verwalten können.