Staßfurt. Mit einem ungefährdeten 3:1-Erfolg gegen Atzendorf und einem 3:2-Zittersieg gegen "Angstgegner" Burg belegen die Lindauer Volleyballer vor dem letzten Spieltag am 12. März den dritten Tabellenplatz in der Landesklasse.

Ohne Christopher Bauer (Studium), Matthias Willno (Karneval), Florian Schrödter und Mario Fricke (beide Urlaub), dafür wieder einmal mit Martin Baude an Bord, trat die SG den Weg nach Staßfurt an.

Im ersten Spiel gegen Atzendorf setzte die SG auf Maurice Erb und Florian Lindauer als Hauptangreifer, obwohl beide momentan mit Knieproblemen zu kämpfen haben. Beide waren die an diesem Tag die besten Angreifer der Lindauer. Während Erb meist überlegt die Bälle platzierte, "kanonierte" Lindauer 80 Prozent seiner Angriffe ins gegnerische Feld. Bis auf den zweiten Satz, den die Burgstädter klar mit 15:25 verloren, hatten sie den Gegner sehr gut im Griff. Lindau siegte klar mit 3:1 Sätzen (25:17/15:25/ 25:21/25:16).

Positiv bemerkbar machte sich die Hereinnahme von Ralf Elmenthaler, der mit viel Einsatz die Lücken in der Lindauer Feldabwehr schloss.

Nun hatte die SG mit Burg im zweiten Spiel den so genannten "Angstgegner" vor sich. Konnten die Lindauer die Burger in den vergangenen Jahren in den zahlreichen Aufeinandertreffen auf BFS-Landespokal-Ebene regelmäßig besiegen, kassierten sie in den bisherigen Begegnungen im Ligabetrieb drei bittere Niederlagen. So hatten die Lindauer noch eine Rechnung offen. Im Hinspiel verloren sie nach einer souveränen 2:0-Führung noch 2:3.

Den ersten Satz begann das Lindauer Team leicht verändert. Baude für Erb und Martin Hesse für Sven Ernst spielten von Beginn. Beide fügten sich gut in das Spiel ein und machten ihre Punkte am Netz. Mit 25:16 gelang ein sicherer Sieg. Unverändert startete die SG im zweiten Satz. Jetzt kippte das Spiel zu Gunsten der Burger, die klug den Block anschlugen und die vielen Lücken in der Lindauer Feldabwehr fanden. Burg gewann verdient mit 25:19.

Im dritten Satz lag Lindau schnell mit 7:2 vorn. Wer glaubte, dass dies Sicherheit bringen würde, irrte sich. Burg kam Punkt für Punkt heran und konnte schließlich zum 12:12 ausgleichen. Mit viel Glück konnte Lindau diesen Satz noch mit 25:23 gewinnen.

Der vierte Satz lief wie der dritte, nur mit vertauschten Rollen. Lindau lag schnell deutlich zurück. Clever ausgespielte Angriffe der Burger in die Lücken der Lindauer Abwehr ließen sie den Satz mit 25:20 für sich entscheiden.

Nun ging es wie so oft in den entscheidenden Tiebreak. Die Lindauer wollten diesen unbedingt gewinnen, um sich eine Chance auf Platz drei oder vier am Saisonende zu erhalten. Die SG begann wie die Feuerwehr. Die Angriffe über Außen wurden sehr konzentriert abgeschlossen. Auch die Feldabwehr bekam jetzt wieder die Hände an die Burger Angriffsschläge. Spielertrainer Guido Müller, der an diesem Tag durchgehend als Zuspieler eingesetzt wurde, ging mit gutem Beispiel voran und "kratzte" den einen oder anderen Ball vom Parkett.

Zum Seitenwechsel lag die SG mit 8:3 vorn. Dann jedoch bekam das Lindauer Spiel wieder aus unerklärlichen Gründen einen Knacks und Burg konnte zum 8:8 ausgleichen. Jetzt stämmten sich die Lindauer Spieler mit aller Macht gegen die drohende Niederlage. Platzierte Angriffsschläge von Erb und einige mit Auge gespielte Bälle von Müller ließen die Lindauer am Ende mit 15:12 doch noch den Platz als Sieger verlassen.

Mit dem Schlusspfiff fiel Betreuer Gerald Lehmann wie allen Spielern ein Stein vom Herzen, konnte sich Lindau doch so auf den dritten Tabellenplatz verbessern. Mit dem Ziel, diesen Tabellenplatz auch noch am Saisonende inne zu haben, nehmen sich die Lindauer für den letzten Spieltag viel vor, müssen sie doch gegen die Nummern eins und zwei der Staffel, Gardelegen und Magdeburger LV Einheit, antreten.

Sollten die Lindauer die eigenen Fehler minimieren können, vor allem in der Feldabwehr ist hierfür viel Potenzial nach oben, können sie aber auch dem Staffelfavoriten ein Bein stellen. Gegen Magdeburg gelang dies bereits zum Saisonbeginn in eigener Halle. Mit der richtigen Einstellung und einer guten Stimmung auf dem Spielfeld, aber auch auf der Reservebank, ist am letzten Spieltag alles möglich.

Lindau: Baude, Bombach, Elmenthaler, Erb, Ernst, Hesse, Lindauer, Müller, Poppeck.