Zerbst (jze). Der neuerliche Meistertitel in der Bundesliga ist den Sportkeglern des SKV Rot-Weiß Zerbst nicht mehr zu nehmen. Drei Spieltage vor Saisonende rangiert der Titelverteidiger verlustpunktfrei an der Tabellenspitze und hat drei Zähler Vorsprung vor Erzrivale Victoria Bamberg. Somit genügt es den Zerbstern, die beiden folgenden Heimspiele zu gewinnen, um im Finale in Bamberg bereits uneinholbar zu sein.

Den Anfang machen soll morgen ab 13 Uhr ein Sieg gegen das Tabellenschlusslicht Fortuna AF Hirschau. Die Oberpfälzer verblieben nach der Vorsaison nur in der Liga, da es keinen Absteiger gab und es zeichnet sich ab, dass dies auch in dieser Saison so sein wird. Doch die Oberpfälzer haben sich in diesem Jahr ein wenig gefangen, nachdem die vergangene Saison eher ein Spießrutenlaufen durch die Lage darstellte. Der Neuzugang Milan Wagner hat FAF spürbar verstärkt, auch etliche andere Spieler haben sich in ihren Leistungen stabilisiert. Den Lohn haben sich die Hirschauer bereits mit einem Sieg in Schwabsberg geholt. In den Heimspielen hatten sie Schwabsberg und sogar das Spitzenteam aus Bamberg am Rand eines Unentschiedens.

In Zerbst ist man dennoch zuversichtlich, morgen einen souveränen Sieg einzufahren. Kapitän Timo Hoffmann stellte bereits in Aussicht, dass die Spieler, die zuletzt auf der Ersatzbank Platz nehmen mussten, zum Einsatz kommen sollen. So ist mit Auftritten von Oliver Scholler, Christian Helmerich und Torsten Reiser, evtl. auch Martin Herold zu rechnen. Wer die verbleibenden Plätze im Team besetzt, wird sich kurzfristig entscheiden. Hinter Marcus Gerdau (Ellenbogenverletzung) steht ein dickes Fragezeichen.

Auch im Hinblick auf das näher rückende Champions-League-Finalturnier dürfen sich die Zuschauer auf eine hochmotivierte Zerbster Mannschaft freuen. Verfolger Bamberg gastiert gleichzeitig in Karlstadt. Sollte dem Verfolger nach Schwabsberg ein zweiter Ausrutscher unterlaufen, könnte die Meisterschaft bereits am Samstag unter Dach und Fach sein.