Für die erste Herrenmannschaft des TTC "Anhalt" Zerbst ging es am vergangenen Wochenende gleich zweimal auf die Reise in den Süden Sachsen-Anhalts. Mit den in der Tabelle weiter oben platzierten Verbandsliga-Gegnern aus Freyburg und Halle standen die Zerbster vor den erwartet schweren Aufgaben, was sich in beiden Ergebnissen widerspiegelt.

Freyburg/Halle. Nach den Eingangsdoppeln gerieten die Zerbster in Freyburg in einen unglücklichen 1:2-Rückstand, wobei die Paarung Hasdorf/Graßhoff überzeugend auftrat und Wallborn/Knobloch schlug. Dem Duo Kinnouezai/Lucas fehlte gegen Knorr/Holz im Entscheidungs-Durchgang beim 10:12 jedoch das nötige Glück.

Nachdem es im oberen Paarkreuz weder für Sunday Kinnouezai gegen Knorr, noch für Michael Lucas gegen Dlabik etwas zu holen gab, kehrte Denis Hasdorf gegen Holz einen 0:2-Rückstand noch um und verkürzte auf 2:4 Punkte. Im Spiel gegen Wallborn konnte Kai Lehmann im ersten Satz noch überzeugen, jedoch wendete der Jahn-Städter das Blatt und gewann die folgenden Durchgänge. Nachdem Kay Schulze im Entscheidungsdurchgang gegen Veit der Unterlegene war, konnte Stefan Graßhoff am Nachbartisch gegen Knobloch zum 1:1 ausgleichen. In einem Duell auf Augenhöhe gelang es dem Gastgeber in den folgenden Sätzen, seinen Heimvorteil zu nutzen, womit auch diese an der Unstrut blieben.

In Durchgang zwei verkürzte Kinnouezai gegen den angeschlagenen Dlabik auf 3:7. Kapitän Lucas zeigte gegen Knorr erneut seine Qualitäten. Nach ständig wechselnden Führungen behielt auch hier der Gastgeber denkbar knapp mit 3:1 (8; -10; 11; 9) die Oberhand. Im letzten Einzelspiel wehrt sich Lehmann mit Händen und Füßen gegen Holz, jedoch blieben auch in dieser Begegnung die knappen Sätze (1:3 - 7; -13; -10;-5) bei den Hausherren.

Mit dieser recht hohen Niederlage im Gepäck, startete das Team am Sonntagmorgen in die Saalestadt Halle. Nach den drei zu spielenden Eingangsdoppeln musste der TTC ernüchternd feststellen, dass es schwer werden würde, einen erhofften Punkt zu entführen. Mit einem 0:3-Rückstand, bei dem die neuformierte Paarung Lucas/Carsten Heyer knapp mit 9:11 im Entscheidungssatz gegen das Hallenser Spitzendoppel Baum/Schölzel unterlag, ging es in die Einzelbegegnungen.

Im oberen Paarkreuz sollten sich die Punkte teilen. Kapitän Lucas konnte dem halleschen Spitzenspieler, Baum, dieses Mal nur im dritten Durchgang Paroli bieten, was eine 1:3-Niederlage bedeutete. Am Nachbartisch geriet Kinnouezai gegen den aktuellen Deutschen Meister des Gehörlosen-Tischtennissports, Sebastian Schölzel, arg in Bedrängnis. Mit einem kuriosen, auf dem Boden liegend gespielten Ball, konnte die Zerbster Nummer eins am Ende mit 11:9 im Entscheidungs-Durchgang auf 1:4 aus Sicht der Anhalter verkürzen.

In der Mitte kämpfte sich Kai Lehmann gegen Krüger stets zurück ins Spiel, jedoch waren die Angriffsattacken des gastgebenden Linkshänders in Satz fünf zu druckvoll. Ebenso spannend gestaltete Denis Hasdorf seine Partie gegen Leinweber. Nach vier ausgeglichenen Sätzen, gelang es ihm am Ende nicht, eine aussichtsreiche Führung in Durchgang fünf zu halten, so dass sich das Spiel noch drehte und der Punkt bei 14:16 Bällen ebenfalls an der Saale verblieb.

Im unteren Paarkreuz unterlag Graßhoff zwar 0:3 gegen Pototzky, jedoch verlief auch dieses Spiel auf Messers Schneide (-11; -6; -11). Ein ebenso spannendes Spiel zeigte der gut aufgelegte Heyer gegen Hübotter, wobei auch ihm in der Verlängerung das nötige Quäntchen Glück fehlte und er 1:3 unterlag.

Im Duell der beiden Einser, welches gleichzeitig das letzte Spiel des Tages sein sollte, fiel es Kinnouezai schwer, sich gegen das unbequeme Block- und Angriffsspiel Baums zu motivieren. Nach zwei klar verlorenen Sätzen bäumte sich der Beniner noch einmal auf, jedoch sollte dies nicht reichen, da Baum seine Chancen in Durchgang vier besser nutzte.

Nichtsdestotrotz heißt es für die Anhalter, den Kopf jetzt erst recht oben zu behalten. Am Wochenende empfängt die Lucas-Truppe an heimischen Tischen mit Dessau und Magdeburg gleich zwei Gegner, gegen die sie punkten will.

Freyburg: Dlabik 1,5; Knorr 2,5; Holz 1,5; Wallborn 1; Veit 1,5; Knobloch 1.

Halle: Baum 2,5; Schölzel 0,5; Leineweber 1,5; Krüger 1,5; Hübotter 1,5; Pototzky 1,5.

Zerbst: Kinnouezai 2; Lucas; Lehmann; Hasdorf 1,5; Graßhoff 0,5; Heyer; Schulze.