Der 20. Spieltag, der am vergangenen Wochenende in der Fußball-Kreisoberliga und -Kreisliga ausgetragen wurde, erwies sich erfreulicher Weise als äußerst fairer, da nur ein Feldverweis ausgesprochen werden musste. Die jeweiligen Tabellenführer konnten ihre Positionen erfolgreich verteidigen. So kam der SV Mildensee in der Kreisoberliga bei der SG Waldersee/Vockerode zu einem klaren 6:0-Erfolg. Der Walternienburger SV gewann das Kreisliga-Spitzenspiel gegen den DSV 97 II mit 3:2.

Dessau. Zu den Überraschungen des Wochenendes zählt mit Sicherheit der 7:0-Kantersieg des Tabellenletzten der Kreisoberliga, RW Zerbst II, gegen GW Wörlitz.

Kreisoberliga

Durch einen schmucklosen 2:0-Erfolg gegen die SG Jeber Bergfrieden bleibt der SC Vorfläming Nedlitz auch nach dem 20. Spieltag der härteste Verfolger von Tabellenführer SV Mildensee. Dagegen mussten die Kicker des TSV Mosigkau im Kampf um den Staffelsieg einen weiteren Dämpfer hinnehmen, denn im Nachbarschaftsderby gegen TuS Koch-stedt reichte es am Ende nur zu einem 2:2-Remis.

Am Tabellenende gelang der Reserve des TSV RW Zerbst mit dem 7:0 gegen Wörlitz so etwas wie ein Befreiungsschlag. Die Zerbster zieren zwar noch das Tabellenende, sind aber nur noch zwei Punkte von einem Nichtabstiegsplatz entfernt. Nach der 2:3-Niederlage beim ESV Lok Dessau geraten die Reservekicker von Germania Roßlau immer mehr in akute Abstiegsgefahr. Sie liegen nur auf Grund des besseren Torverhältnisses gegenüber der TSV-Reserve vor den Zerbstern.

Einen Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt musste auch GW Dessau nach zwei Siegen in Folge hinnehmen. Die Grün-Weißen unterlagen im Kellerderby der Reserve des SV Dessau 05 auf eigenem Platz mit 0:3.

RW Zerbst II - GW Wörlitz 7:0. Dieser klare Erfolg ist für den Tabellenletzten so etwas wie ein Befreiungsschlag, der wieder etwas Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt geben sollte. Die Gastgeber bestimmten über 90 Minuten die Partie, profitierten aber auch von einer ganz schwachen Leistung der Parkstädter. Überragend beim Sieger war René Friedrich, der allein vier Tore erzielte. Erwähnenswert ist, dass Roland Schulze, dem kleinsten Spieler auf dem Feld, ein Kopfballtreffer gelang.

FSG Steutz/Leps - Abus Dessau 2:1. In einer zumeist ausgeglichenen Partie konnten die Gastgeber am Ende einen keinesfalls unverdienten Erfolg verbuchen, auch wenn der Siegtreffer durch Sandy Tiepelmann erst in der Schlussphase per Strafstoß erzielt wurde.

Vorfläming Nedlitz - SG Jeber Bergfrieden 2:0. Durch diesen Erfolg bleiben die Nedlitzer Tabellenführer Mildensee bei einem weniger ausgetragenen Spiel weiter auf den Fersen. Die Partie gegen Jeber Bergfrieden war aber alles andere als meisterlich, wobei die Gäste nach dem frühen Rückstand durch ein Eigentor nur noch darauf bedacht waren, das Ergebnis in Grenzen zu halten. Aus Sicht der Gastgeber sprang bei 80 Prozent Ballbesitz am Ende zu wenig heraus.

SG Waldersee/Vockerode - SV Mildensee 0:6. Das Nachbarschaftsderby hielt dieses Mal nicht, was es versprach, denn anders als sonst war diese traditionsreiche Partie eine einseitige Angelegenheit zu Gunsten des Tabellenführers aus Mildensee. Die Gäste bestimmten von Beginn an die Partie und führten so schon zur Pause völlig verdient mit 3:0. Das änderte sich auch nach der Pause nicht, denn die Mildenseer waren in allen Belangen überlegen. Mario Fähse konnte seine Führung in der Torschützenliste mit drei erzielten Toren weiter ausbauen.

GW Dessau - SV Dessau 05 II 0:3. In diesem wichtigen Kellerduell konnten die Reservekicker aus dem Dessauer Schillerpark einen ebenso klaren wie verdienten Auswärtssieg verbuchen. Für die Gastgeber war es nach zwei Siegen in Folge ein kleiner Rückschlag. Die ersten 45 Minuten verliefen so gut wie ausgeglichen. Im zweiten Abschnitt hatten die 05er vor allem in der Schlussphase etwas mehr zuzusetzen und nutzten die sich bietenden Möglichkeiten konsequent.

ESV Lok Dessau - Germania Roßlau II 3:2. Ein am Ende nicht unverdienter Sieg für die Eisenbahner, der aber gegen die abstiegsbedrohten Gäste alles andere als leicht fiel. Immer wenn die Lok-Kicker dachten, die Partie sei zu ihren Gunsten entschieden, waren die Roßlauer, die sich nie aufgaben, wieder dran, so dass die Partie bis zum Spielende spannend war.

BW Dessau - Chemie Rodleben 0:2. Auf einem ganz schwer bespielbaren Rasen bekamen die Zuschauer ein ganz schwaches Spiel zu sehen. Durch einen Doppelschlag von Lange in der 20. und 25. Minute kamen die Gäste am Ende zu einem verdienten Erfolg.

TSV Mosigkau - TuS Koch-stedt 2:2. Dieses Derby hielt, was es versprach, denn es war wie zuletzt immer heiß umkämpft und in der Schlussphase vielleicht einen Tick zu hektisch. Spielerisch hatten die TSV-Kicker vor allem in der ersten Halbzeit Vorteile, ließen aber gute Möglichkeiten ungenutzt. Die Kochstedter verdienten sich am Ende den Punkt aber auf Grund ihrer kämpferischen Leistung.

Kreisliga

Im Spitzenspiel der Kreisliga hatte der Walternienburger SV gegen die Reserve des DSV 97 mit 3:2 das bessere Ende für sich und konnte so erst einmal den Vorsprung gegenüber den DSV-Kickern ausbauen. Leicht fiel den Walternienburgern der Sieg aber nicht, denn sie mussten einen 0:2-Rückstand aufholen. Ärgste Verfolger der Walternienburger bleiben die Reservekicker des TSV Mosigkau, die im Derby gegen TuS Kochstedt II zu einem knappen 1:0-Erfolg kamen.

Am Tabellenende geht es nach dem 20. Spieltag immer enger zu, da jetzt sechs Mannschaften in akuter Abstiegsgefahr sind. Schlusslicht SV Gohrau kam mit dem 3:3 beim ESV Lok Dessau zu einem überraschenden Zähler, behält aber punktgleich mit der Reserve von TuS Kochstedt die rote Laterne inne.

Einen ganz wichtigen Sieg konnte Einheit Dessau beim 4:1 gegen Abus Dessau II verbuchen und sich damit erst einmal etwas Luft verschaffen.