Am vergangenen Sonnabend trafen in der Fußball-Kreis-oberliga der SC Vorfläming Nedlitz und die SG Jeber Bergfrieden aufeinander. Das Spiel endete bei schlechten Bedingungen auf dem gefrorenen Nedlitzer Platz 2:0 (1:0).

Nedlitz. Die Partie sollte aus Sicht der Gastgeber zeigen, inwieweit die Niederlage gegen Mildensee verkraftet wurde. Mit Jeber Bergfrieden kam ein Gegner, der für seine robuste Spielweise bekannt ist.

Durch die schwierigen Platzverhältnisse kamen viele ungewünschte Aktionen zustande. Der gefährliche Gäste-Torjäger bekam eine Sonderbewachung von Ralf Alarich. Bei den Nedlitzern fehlten Florian Lehmann (Bundeswehr), Daniel Steller (gelb-rote Karte) und Martin Baude (fünfte gelbe Karte). Dafür standen mit Gero Knape und Sebastian Daudert zwei Vollblutstürmer im Aufgebot.

Die Gastgeber gingen sehr offensiv in die Partie und wurden bereits in der ersten Minute belohnt. Nach einem scharf geschossenen Eckball von Maik Fambach lenkte ein Gäste-Verteidiger den Ball in das eigene Tor. Gleich im zweiten Angriff setzte sich Eduard Hahn auf der rechten Seite gut durch und stand allein vor dem Torhüter, konnte ihn aber nicht überwinden.

Durch die frühe Führung sollte die nötige Ruhe im Spiel der Nedlitzer einkehren, aber genau das Gegenteil war der Fall. Mit vielen Fehlpässen und Ungenauigkeiten machten sich die Gastgeber das Leben selber schwer. Auch wurde das Spiel über die Außenpositionen vollkommen vernachlässigt, so dass sich die SC-Kicker in der Gäs-teabwehr festrannten. Es entstand ein Spiel auf schwachem Kreisoberliga-Niveau.

Die Gäste gingen wie erwartet sehr aggressiv in die Zweikämpfe. Teilweise grenzten die Aktionen an Unsportlichkeit. So musste Fambach bereits in der 24. Minute nach grobem Foulspiel ersetzt werden. Für ihn kam Daniel Pilatzek. Die Nedlitzer beherrschten zwar die Partie, konnten aber kein Kapital daraus schlagen.

Oft war die SC-Elf zu weit weg vom Gegner und konnte so nicht die nötigen Zweikämpfe gewinnen. Allerdings stand die Abwehr um Libero David Ritze und Torwart Markus Hoffmann sicher und löste gefährliche Situationen meist schon im Ansatz. Kurz vor dem Halbzeitpfiff versuchte sich Daudert mit einem Fernschuss, der aber das Tor knapp verfehlte. So ging es mit einer knappen 1:0-Führung in die Pause.

Während der Halbzeit wurden vom Trainergespann klare Worte formuliert und das Zweikampfverhalten sowie das nicht vorhandene Spiel über die Außenpositionen kritisiert. Das musste in Hälfte zwei besser werden. Und die Hinweise der Trainer wurden umgesetzt.

Gleich nach Wiederanpfiff suchte der SC sein Heil in der Flucht nach vorn. Er wollte jetzt unbedingt eine Vorentscheidung erzwingen. Bereits in der 47. Minute zwang Thomas Senftenberg den Gäste-Torwart zu einer Glanzparade. Sein 20-Meter-Schuss wurde zur Ecke abgewehrt. Der Eckstoß von Michael Specht landete genau auf dem Kopf von Ritze, der sich diese Chance zum 2:0 nicht entgehen ließ.

Nun versuchten die Gäste, mehr für die Offensive zu tun, wurden allerdings weiterhin unter Druck gesetzt, so dass keine zwingende Torchance zustande kam. Der SC erspielte sich noch etliche Chancen, erzielte aber kein Tor mehr.

Durch die klare Steigerung in der zweiten Halbzeit hätte das Ergebnis auch deutlich höher ausfallen müssen.