Für die Zerbster Landesklasse-Kicker steht heute um 15 Uhr wieder ein Heimspiel an. Zu Gast ist der Tabellenneunte, Magdeburger SV Börde II. Gespielt wird erstmals nach langer Zeit auf dem Rasenplatz des Zerbster Jahnstadions.

Zerbst. Mit dem Spitzenspiel der Vorwoche zwischen dem TSV und dem Tabellenführer Barleben, das torlos remis endete, war der Zerbster Trainer Torsten Marks im Großen und Ganzen zufrieden: "Das Ergebnis war in Ordnung, denn das Spiel hatte keinen Sieger verdient. In der Abwehr haben wir die Vorgaben zu 90 Prozent umgesetzt, dabei allerdings die Offensive zu sehr vernachlässigt. Es war trotzdem ein ansehnliches 0:0."

Heute kommt der Tabelleneunte, Magdeburger SV Bör- de II, an die Nuthe. Nach der 5:0-Packung gegen Eintracht Gommern haben sich die Börde-Kicker gefangen und zweimal hintereinander ein 1:1-Remis, erst gegen Altenweddingen, dann gegen Atzendorf, erspielt. Sie wollen natürlich auch in Zerbst mindestens ein Unentschieden erreichen.

Doch für die Gastgeber ist ein Sieg heute Pflicht. Das sieht auch Trainer Marks so: "Wir wollen gewinnen, das ist klar. Aber es gibt ein paar Personalprobleme."

So muss die Mannschaft auf die grippekranken Karsten Kosel, Marcel Reichhardt und Torben Fischer verzichten. Matthias Bruchmüller laboriert an Leistenproblemen. Auch aus der zweiten Mannschaft, die heute um 15 Uhr auswärts bei Chemie Rodleben antreten muss, kann keiner aushelfen, da auch dort Personalnot besteht.

Positive Nachrichten gibt es auch: Patrick Möbius und Christopher Sens können wieder mit auflaufen, sind wieder fit. "Wir werden sehen, wie wir heute klar kommen. Die Mannschaft stellt sich trotzdem gut auf", äußerte Marks optimistisch. "Wir haben eine schlagkräftige Truppe zusammen", fügte er an.

Befragt zur geplanten Spieltaktik, meinte der Coach: "Wir wollen die Offensive mehr beleben. Das war ja in der Vorwoche das Manko. Das haben wir unter der Woche trainiert und wollen es nun umsetzen."

Gespielt wird auf dem Rasenplatz, trainiert wurde auf dem Kunstrasenplatz, da am späten Abend Flutlicht nötig war. Es werden also andere Bedingungen vorherrschen, vor allem werden sich die Lauf- und Passwege ändern, auch wird das Spiel eine andere Geschwindigkeit als auf dem Kunstrasen entwickeln.

"Ich denke, wir kommen trotzdem gut zurecht. Für beide Mannschaften wird es eine Umstellung sein, denn auch die Magdeburger spielen sonst nur auf dem Kunstrasen. Deshalb könnte es vielleicht auch ein kleiner Vorteil für uns sein", so der Trainer abschließend.

Die anderen Spitzenteams haben allesamt lösbare Aufgaben vor sich. Spitzenreiter Barleben muss zur kampfstarken Elf nach Klein Wanzleben (Platz 13). Der Zweite, TuS Magdeburg-Neustadt, gastiert beim Sechsten, Olvenstedt und hat es da schon schwerer, zum Erfolg zu kommen. Gommern erwartet zum Derby Union Heyrothsberge und sollte dabei aus der Formkrise finden. Irxleben (5.) müsste in Atzendorf seine Pflichtaufgabe erledigen.