Zerbst (kas/hjs). Kürzlich konnten sich die Zerbster Handballerinnen und die jüngsten Sportler des HSV 2000 Zerbst über neue Bälle freuen. Überreicht wurden diese durch Silke Katthage von der Bau- und Wohnungsgesellschaft mbH Zerbst (BWZ). Deren Geschäftsführer Wolfgang Stark hat stets ein offenes Ohr für die Belange der Zerbster Handballer. Dabei legt das Zerbster Unternehmen vor allem ein Augenmerk auf die Nach- wuchsarbeit und die Fortsetzung alter Handballtraditionen. Besonders ist es sehr am Erhalt des Zerbster Frauenhandballs interessiert.

Auch wenn es sportlich zur Zeit nicht so gut um den Zerbster Frauenhandball steht, möchte die BWZ die Handballerinnen weiter unterstützen. Diese haben nach dem Weggang zweier Leistungsträgerinnen in dieser Saison eine harte und nervenaufreibende Zeit durchzustehen und setzen voll auf den Nachwuchs. Die weibliche Jugend unterstützt durch das gemeinschaftliche Training die Frauenmannschaft. Für die jungen Mädchen ist es oft nicht nur durch die späte Trainingszeit eine besondere Härteprobe, sondern auch durch die Anforderungen, die die beiden Trainer Markus Natho und Matthias Buchert stellen.

Andererseits ist dieses Training nötig, denn durch die personelle Notlage müssen die 16-Jährigen auch im Spielbetrieb der Frauen ihren "Mann" stehen und dies zum Teil über die gesamten 60 Minuten.

Inzwischen können fünf 16-Jährige die Frauen-Mannschaft verstärken. Für die Spielerinnen und für die Trainer keine leichte Situation. Es ist aber nach Ansicht des Vereins die einzige Möglichkeit, den Zerbster Frauenhandball aufrecht zu erhalten. Muss man die Mannschaft aus dem Spielbetreib der Anhaltliga zurückziehen, wäre dies voraussichtlich das Ende einer langen Tradition des Zerbster Handballs.

Mit Spielerinnen wie "Dorli" Rathmann, Ilse Panjas, Ute Reinicke oder Silvia Schulze war die Zerbster Frauen über Jahre sogar in der DDR-Liga ein Spitzenteam. Die Spielerdecke war allerdings in Zerbst immer klein und so hofft der Verein, dass auch der derzeitige Engpass überstanden wird.

In zwei drei Jahren glaubt der HSV, wieder eine schlagkräftige und erfolgreiche Mannschaft entwickelt zu haben. Vorrausetzung ist aber, dass alle Mädchen und Frauen dabei bleiben und sich Kampfgeist bewahren.

Allen Beteiligten und Unterstützern gilt jetzt schon Dank. Die Frauen und Mädchen trainieren dienstags und donnerstags von 18.30 Uhr bis 20 Uhr in der Sporthalle "Zur Jannowitzbrücke" in Zerbst und freuen sich über jeden Neuzugang freuen.