Zerbst. Die Zerbster Drittbundesliga-Kegler des SKV Rot-Weiß Zerbst II konnten am Sonnabend den Staffelsieg schon vorzeitig perfekt machen. Die Palmroth-Truppe deklassierte im Spitzenspiel der Liga den Tabellendritten, SV Senftenberg, mit einer neuen Saison-Heimbestleistung von 5869:5510 Kegeln, was einem Vorsprung von sage und schreibe 359 Kegeln entspricht.

Der ganz groß aufspielende Robert Heydrich (1027 bei 663 Vollen und 364 Räumern) sorgte gleich zum Auftakt für den Tagesbestwert und holte gegen den Besten der Gäste, Jens Lehmann (975), gleich 52 Zähler heraus. Ausgerechnet Teamleiter Sven Palmroth (930) erwischte einen rabenschwarzen Tag und ärgerte sich sehr über "nur" 930 Kegel. So holte sein Gegenüber Sven Seiffert (974) 44 Kegel zurück.

In der Mitte sorgten Manuel Wassersleben (992) und vor allem Sven Tränkler (1019) für klare Verhältnisse. Sie erhöhten den Vorsprung für den SKV auf 208 Holz. Da blieben Ingo Rentzsch (919) und Mario Peßolat (884) blass.

Die Partie war entschieden, doch auch Udo Volkland (1011) und der nach langer Pause eingesetzte Frank Krehan (890) wollten ebenfalls zu dem angestrebten guten Mannschaftsergebnis beitragen, was beiden auch gelang. Volkland nahm Steffen Kretzschmar (886) im Alleingang 125 Zähler ab und auch Krehan hielt Olaf Neumann (872) in Schach.

So konnten sich die SKVer doch ein wenig über den Staffelsieg freuen, wenn auch mit einem lachenden und einem weinenden Auge: "Wir sind jetzt zum vierten Mal Staffelsieger geworden, dreimal Meister der dritten Bundesliga und einmal als es noch zweite Bundesliga war. Es ist nur schade, dass wir nichts davon haben, da uns der Aufstieg verwehrt bleibt", äußerte Teamleiter Palmroth und traf dabei genau die Meinung seiner Mitstreiter.

Es ist unverständlich, dass die Statuten des DKBC dies nicht hergeben, denn die erste Mannschaft spielt in der 120-Wurf-Liga. Da die Zweite in der 200-Wurf-Liga spielt, dürfte es keine Berührungspunkte geben. Aber die Statuten sind so und solange es keine Änderung gibt, werden die SKVer "die Sieger der Herzen" bleiben.

Da auch Mücheln II das gleiche Problem in Sachen Aufstieg hat, werden der Tabellendritte, SV Senftenberg und -vierte, der Magdeburger SV 90, in den letzten beiden Spielen um den Aufstieg kämpfen.