Bei den Kreisoberliga-Fußballern aus Nedlitz war am Sonnabend im Heimspiel gegen Grün-Weiß Wörlitz Wiedergutmachung angesagt. Bereits im Hinspiel hatten sie in der Parkstadt große Schwierigkeiten. Auch dieses Mal mussten sie lange auf den 2:0 (0:0)-Sieg warten.

Nedlitz. Die Nedlitzer begannen offensiv. Die Gäste orientierten sich von Beginn an in ihrer Hälfte und versuchten, solange wie möglich einen Gegentreffer zu verhindern. Die SC-Elf war zwar spielbestimmend, konnte aber kein Kapital da-raus schlagen. Die gut organisierte Abwehr der Wörlitzer um ihren Libero Alexander Bölsdorf stand sicher.

Die Nedlitzer agierten einfallslos, vermochten nicht, das Grün-Weiß-Bollwerk aus den Angeln zu heben. Es entwickelte sich eine grausam anzusehende Partie, ohne Höhepunkte. In der 23. Minute ließ der Gäste-Keeper den Ball nach einem dirkten Freistoß von Kevin Göritz abprallen. Im Nachschuss erzielte der SC ein einwandfreies Tor, welches aus unerklärlichen Gründen nicht anerkannt wurde. Bis auf einen platzierten Freistoß von Göritz hatte die Heimelf keine nennenswerten Chancen.

In der Halbzeitpause wurden die SC-Kicker durch das Trai- nergespann Friedrich/Giese gewaltig wachgerüttelt. Das erste Achtungszeichen setzte Sebastian Daudert in der 47. Minute. Sein knallharter 20-Meter-Schuss strich nur ganz knapp über die Querlatte. Dann war es Nico Traudt, der für Martin Baude eingewechselt wurde und völlig frei vor dem Wörlitzer Torwart auftauchte, aber sträflich vergab (47.).

Nach einem Alleingang von Daudert hatte der Grün-Weiß Keeper das Glück auf seiner Seite. Er konnte den Ball im letzten Moment zur Ecke abwehren. Immer wieder war es David Ritze, der seine Libero-Position aufgab und sich in das Angriffsspiel mit einschaltete.

Bei den Gästen schlichen sich langsam Konditionsmängel ein. Die Einheimischen stürmten weiter und wurden in der 72. Minute endlich belohnt. Daudert setzte Eduard Hahn gekonnt in Szene. Dieser ließ Gegenspieler und Torwart alt aussehen und besorgte die lange verdiente Führung (72.).

Nun lockerten die Gäste ihren Abwehrriegel und Nedlitz hatte mehr Räume zum Kontern. So konnte sich Hahn auf der rechten Angriffsseite erfolgreich durchsetzen. Seine Eingabe kam genau zum freistehenden Daudert, der zum 2:0 vollendete (75.).

Dies war die Entscheidung in dieser Partie. Die Gäste hatten nichts entgegen zu setzen. Daudert hatte eine weitere verheißungsvolle Möglichkeit, doch sein gekonnter Seitfallzieher verfehlte knapp das Ziel (77.).

In der 78. Minute kam es von Seiten der Gäste zu einer unschönen Szene, die Schiedsrichter Michael Kauka (Zerbst) für den Wörlitzer Marcus Blackstein mit einer roten Karte ahndete. Weitere gute Chancen von Lehmann, Daudert und Traudt blieben ungenutzt.

In der 80. Minute musste Daniel Steller mit Verdacht auf Muskelfaserriss vom Platz. Da das Auswechsel-Kontingent schon erschöpft war, musste der SC mit einem Feldspieler weniger auskommen. Kurz vor Ultimo erhielt Michael Specht nach unnötigem Foulspiel wiederholt die gelbe Karte, so dass er mit Gelb-Rot vom Platz musste. Damit steht er seiner Elf am kommenden Wochenende im Nachholspiel gegen Lok Dessau nicht zur Verfügung.