Kürzlich fand in Genthin das Finale zur Landesmeisterschaft der U20 männlich im Volleyball statt. Fünf Mannschaften sollten an den Start gehen, jedoch musste Berga aufgrund von Spielermangel im Vorfeld absagen, so dass Halle, Bitterfeld, Genthin und Lindau den Sieger unter sich ausspielten. Die SG 1990 Lindau kam am Ende auf Platz vier.

Genthin. Die SG ging als Außenseiter in das Turnier. War es doch für die Mehrheit der Spieler das erste Finale auf Landesebene. Die Auslosung der Ansetzung wollte es so, dass die Lindauer zuerst gegen die gastgebende Mannschaft antreten mussten. Nach Meinung von Betreuer Guido Müller war das das Spiel um Platz drei, da Halle und Bitterfeld stärker einzuschätzen waren.

Die Lindauer Jugend bot den mitgereisten Fans (Familie Fricke) in diesem Spiel die beste Turnierleistung. Der erste Satz verlief zunächst sehr verteilt. Bis zur Satzmitte konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Zum Ende gerieten die Burgstädter jedoch in Rückstand und der Gastgeber ging mit 24:21 in Führung.

Nun zeigten die Lindauer Moral. Die Angriffe der Genthiner konnten dank der guten Arbeit von Sören Bauer und Philipp Werner geblockt werden, so dass die drei Satzbälle abgewehrt wurden und die SG noch mit 26:24 gewann. Doch die Lindauer konnten den moralischen Vorteil nicht mit in den zweiten Satz nehmen. Genthin stellte sich besser auf die Angriffe der Burgstädter ein. Auch die schlechten Zuspiele zum Steller trugen dazu bei, dass Lindau den zweiten Satz deutlich mit 17:25 abgab.

Im Entscheidungssatz war es wieder ein Spiel auf Augenhöhe. Bis zum Seitenwechsel sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel. Danach ging Genthin mit 12:10 in Führung. Jetzt kam die Phase, wo Werner zum Matchwinner werden konnte. Zwei Angriffsbälle legte er dem Gegner geschickt hinter den Block ins Feld und glich zum 12:12 aus. Danach konnte wieder ein Angriff der Genthiner abgewehrt werden, so dass die SG selber die Möglichkeit für einen eigenen Angriff hatte. Wieder kam der Ball zu Werner, der den Ball geschickt am Block vorbeispielen wollte. Dieses Mal ging er jedoch denkbar knapp ins Aus.

Anschließend erspielten sich die Genthiner noch zwei Punkte und machten den Sack zu. Die jungen Lindauer Spieler waren nach der unglücklichen Niederlage sichtlich geknickt. Das spiegelte sich auch in den nächsten zwei Spielen wider. Gegen die technisch und athletisch überlegenen Hallenser und Bitterfelder hatten die Lindauer keine Chance. Zwar gab es immer wieder kleine Lichtblicke, wenn die Burgstädter eigene gute Spielzüge abschließen konnten, aber sie verloren dennoch deutlich mit 8:25 und 18:25 gegen Halle und 18:25 und 16:25 gegen Bitterfeld.

Wie von Müller schon vorausgesagt, konnten Halle und Bitterfeld ihre Spiele gegen Lindau und Genthin gewinnen, so dass der Sieger der direkten Begegnung beider Mannschaften die Landesmeisterschaft gewinnen würde. Der VC Bitterfeld-Wolfen setzte sich knapp mit 25:22 und 25:23 gegen den USV Halle durch und ist Landesmeister.

Im Großen und Ganzen kann die SG mit der Leistung der Spieler zufrieden sein, nahmen doch einige zum ersten Mal an den Landesmeisterschaften teil. Vielleicht haben sie in der nächsten Saison etwas mehr Glück und können eine bessere Platzierung erreichen. Wichtig ist jedoch, dass der Wille der Jugendlichen da sein muss und sie auch zu den angesetzten Zeiten am Training teilnehmen.

Die SG wird die bisher erfolgreiche Jugendarbeit weiter betreiben, um ihre erste Männermannschaft in der Landesklasse verstärken zu können. Einige junge Talente des Nachwuchses haben auf jeden Fall das Zeug dazu.

Lindau:Sören Bauer, Tobias Fricke, Torsten Fricke, Philipp Werner, Noel Franke, Peter Krüger, Benjamin Landgraf, Moritz Ehle. Betreuer: Thoralf Sandmann, Sven Ernst, Guido Müller.