Nedlitz (hfr). Am vergangenen Sonnabend kam es zum Nachholpunktspiel der Fußball- Kreisoberliga zwischen dem Tabellendritten, SC Nedlitz und dem Tabellenvierten, ESV Lok Dessau. Beide Mannschaften hatten nur noch geringe Chancen auf den Staffelsieg, trotzdem schenkten sich beide nichts. Nach 92 Minuten freuten sich die Gäste riesig über das schmeichelhafte 1:1 (0:1)-Remis.

Die Heimelf plagte große Besetzungsprobleme. So musste Roger Alarich von den Alten Herren aushelfen. Er machte seine Sache gut und war in der Abwehr eine große Stütze. Der etatmäßige Libero David Ritze rückte ins Mittelfeld vor.

Die Nedlitzer begannen verhalten, legten diesen Respekt jedoch erstaunlich schnell ab. Ein erstes Achtungszeichen setzte Nico Traudt in der 6. Minute. Nach guter Vorarbeit von Florian Lehmann ging sein Geschoss knapp neben das Lok-Gehäuse.

Nach gefährlichem Eckstoß von Eduard Hahn kam Ritze mit dem Kopf an den Ball und zwang den Lok-Torwart zu einer Glanzparade (16.). Im Gegenzug starteten die Gäste in der 18. Minute einen gefährlichen Konter und schlossen ihn durch Feuerherd zum 1:0 ab.

Die Einheimischen spielten weiter in Richtung Lok-Tor, doch die Gäste zogen sich weit in ihre eigene Hälfte zurück. Sie versuchten, durch schnelle Konter über den quirligen Henze und den schnellen Kirste zum Erfolg zu kommen.

Die Nedlitzer erarbeiteten sich einige Chancen, um zum Ausgleich zu gelangen. Nach einer Hahn-Flanke stieg Traudt am höchsten, doch sein platzierter Kopfball strich knapp über die Querlatte. Martin Baude und Kevin Göritz hatten kurz vor der Pause noch verheißungsvolle Möglichkeiten, die sie aber nicht nutzten.

Nach dem Wechsel gingen die Nedlitzer sofort in die Offensive. Die Gäste blieben weiter defensiv eingestellt. Mit zunehmender Spieldauer nahmen Hektik und Härte zu. Schiedsrichter Leps fand kein Mittel, um dies erfolgreich zu unterbinden.

Nach einer gefühlvollen Flanke von Traudt nahm Göritz den Ball volley und setzte ihn knapp neben den Pfosten (69.). Dann war es der eingewechselte Michael Tanz, der den Gäste-Keeper nach einem 20-Meter-Schuss zur Glanzparade zwang (74.). Als Lehmann in der 80. Minute Hahn in aussichtsreiche Schussposition brachte, bedankte er sich mit dem 1:1-Ausgleich.

Nun wollte der SC noch mehr. Doch die Gäste ließen keine Gefahr aufkommen. Die letzte Chance hatte Göritz in der 85. Minute, aber auch sein Schuss fand nicht das Ziel.

In der Schlussphase wurde die Partie noch hektischer. Kurz vor Abpfiff bekam Göritz nach einem Einwurf die rote Karte. "Diese Entscheidung erregte die Gemüter gewaltig, denn ein Lok-Spieler stellte sich direkt vor den Einwerfenden. Da nur noch eine Minute zu spielen war, wollte Göritz schnell einwerfen und traf einen Lok-Spieler am Kopf. Dafür bekam der Dessauer die gelbe und der Nedlitzer die rote Karte", äußerte SC-Trainer Helmut Friedrich.

Obwohl es nicht zum Sieg reichte, war eine Steigerung gegenüber den vergangenen Heimspielen, vor allem im spielerischen Bereich, erkennbar. Dies gilt es auch am kommenden Wochenende im Auswärtsspiel bei Chemie Rodleben zu bestätigen.