Für die Zerbster Bundesliga-Kegler, ihre Anhänger und Fans geht die Reise morgen zum letzten Spieltag der Saison 2010/2011 zum ärgsten Konkurrenten der Liga, Victoria Bamberg. Der SKV wird nebst Anhang mit einem extra gecharterten Bus ins Oberfränkische reisen. Wie das Spiel ausgeht, ist egal. Die Rot-Weißen konnten sich bereits mit dem Sieg über Schwabsberg vor zwei Wochen den sechsten Deutschen Meistertitel sichern.

Zerbst. Nach der sechsten Deutschen Meisterschaft in Folge und dem zweiten Platz in der Champions League in der Vorwoche im thüringischen Bad Langensalza wollen die Zerbster natürlich ihre Serie mit einem Sieg abschließen, um die Tabelle mit einer blütenweißen Weste zu zieren. Im Duell gegen den Tabellenzweiten Bamberg sollte dies auch möglich sein.

Die Oberfanken, die bereits als Vizemeister feststehen, wollen es morgen im Spiel gegen Zerbst noch einmal wissen. "Unvergessen ist uns die klare Niederlage beim Hinspiel in Sachsen-Anhalt", äußerte Chef Knut Wagner, befragt bei der Champions League. "Auch morgen gehen die Zerbster als hoher Favorit ins Rennen. Trainer Bela Csanyi fordert deshalb ¿Wiedergutmachung\' und einen vollen Einsatz seiner Spieler. Vielleicht gelingt mit etwas Glu¨ck die Revanche", so Wagner abschließend.

Die Aufstellung der Victorianer muss sich durch den verletzungsbedingten Ausfall von Nico Lupu, der sich einer Schulter-Operation unterziehen musste, verändern. Csanyi hofft aber trotzdem, eine schlagfertige Truppe auf die Bahnen zu bringen.

Der Zerbster SKV-Präsident Lothar Müller sieht dem Spiel optimistisch entgegen: "Wir fahren dahin, um zu gewinnen. Wir wollen ¿das Ding\' schaffen und die Serie gut abschließen. Ich denke schon, dass es, wenn man schon alles erreicht hat, schwerer ist, nochmals alles abzurufen. Doch die Fans, die mitreisen, erwarten von ihrer Mannschaft vollen Einsatz. Die Mannschaft wird sich auch noch einmal voll motivieren."

Teamchef Timo Hoffmann muss auf den Einsatz von Markus Gerdau verzichten. Gerdau wurde am Dienstag am Ellenbogen operiert. Wenn er heute aus dem Krankenhaus entlassen wird, will der Zerbster mitreisen, um sein Team zu unterstützen. Sonst ist der volle Kader an Deck.

"Für uns ist es relativ einfach, da wir nichts mehr zu verlieren haben", äußerte Hoffmann in Hinblick auf das morgige Spiel. "Es ist für uns jedoch keine Kaffeefahrt. Wir wollen dort gewinnen. Vorrangiges Ziel war die Meisterschaft. Die haben wir erreicht. Auch der zweite Platz in der Champions League zeigt, mit welcher Konstanz die Mannschaft gespielt hat. So können wir morgen befreit aufspielen".

Eine Aufstellung für Bamberg ließ sich Hoffmann jedoch nicht entlocken. "Die Champions League hat viel Kraft gekostet. Ich werde noch einmal mit jedem sprechen und dann entscheiden.".

Im Anschluss an das Spiel soll die Meister-Ehrung durch den DKBC stattfinden.