Heyrothsberge. Im Kampf um die Tabellenspitze in der Fußball-Landesklasse 2 ließ der TSV Rot-Weiß Zerbst am Sonnabend wichtige Punkte liegen. Er spielte beim SV Union Heyrothsberge nur 2:2-Unentschieden, nachdem er bereits in der 20. Minute mit 2:0 in Front lag. Durch den Dreier der Barlebener beim Magdeburg SV Börde II (1:3) ist der Abstand nun wieder auf fünf Punkte angewachsen.

Der Gast versuchte schnell, das Zepter in die Hand zu nehmen. Bereits in der 2. Minute versuchte sich Florian Sens mit einem Freistoß, jedoch ohne Erfolg. Kurz danach eine Ecke der Platzbesitzer, bei der etwas Unruhe im Zerbster Strafraum aufkam. In der 5. Minute ein Fehler von Martin Tamm, der als letzter Mann agierte. Torben Fischer konnte den Ball nur mit der Hand abwehren und es gab Freistoß für die Platzbesitzer. Einem tollen Reflex von Ricardo Werner im Zerbster Tor war es zu verdanken, dass die Platzherren nicht in Front gingen.

Heyrothsberge hatte in dieser Phase mehr Spielanteile. Zerbst ließ sich jedoch nicht beirren und erzielte in der 12. Minute die 1:0-Führung. Nach Flanke von Thamm köpfte F. Sens aus gut 16 Metern über den Torwart zur Führung ein. Dieses Tor gab dem Spiel der Rot-Weißen Auftrieb. In der 15. Minute drang Wiegelmann energisch in den Strafraum der Heyrothsberger ein und konnte nur noch unsanft von den Beinen geholt werden. Erneut F. Sens ließ sich die Chance nicht nehmen und vollendete den Strafstoß souverän zum 2:0.

Wer dachte, das "Ding" ist nach 20 Minuten in trockenen Tüchern, sollte sich täuschen. Zerbst, von nun an verun- sichert, ließ nur drei Minuten nach dem 2:0 das 1:2 zu. Völlig frei nach einer Ecke schob ein Heyrothsberger den Ball ins lange Eck ohne jegliche Abwehrchance für Werner im Kas-ten. Dann war die Partie wieder ausgeglichen. Karsten Kosel versuchte sich nach guter Einzelleistung ohne Erfolg. Das Spiel wurde härter, die Schiedsrichter unsicherer.

In die zweite Halbzeit gingen beide Teams unverändert. Zerbst hatte eine gute Gelegenheit, um mit einem weiteren Treffer für klare Verhältnisse zu sorgen. Christopher Sens hatte es auf den Füßen, nachdem er nach einem Freistoß von Gieseler überraschend frei vorm Tor stand. Das Spiel wurde härter.Insgesamt sieben gelbe Karten sind Beleg dafür. In der 50. Minute glichen die Gastgeber mit einem fragwürdigen Elfmeter zum 2:2 aus.

Die Zerbster taten einfach zu weinig, um zum Erfolg zu kommen. Der Sturm mit Nikolaj Kuklin und C. Sens blieb blass. Trainer Torsten Marks wechselte Matthias Bruchmüller für C. Sens und Keven Sens für Kuklin ein. Jetzt wurde es eine energische Partie. Nach guter Einzelleistung konnte Wiegelmann seine Chance nicht nutzen. In der 85. Minute kam Ron Scheil für Torben Fischer, der weiter seiner Form hinterherläuft. Auch das brachte nichts mehr ein. Der Schiedsrichter pfiff das Spiel exakt nach 88 Minuten und 45 Sekunden ab.

"Die Leistung des Schiedsrichtergespanns, welches niemals Landesklasse-Niveau besaß, ist das eine. Aber auch unsere Spieler müssen sich fragen, warum dieser Punktverlust nötig war. Es fehlte mannschaftliche Geschlossenheit, Spielwitz und vieles mehr. Es sind noch sieben Spiele, es ist noch alles drin. Nur wird der Weg immer schwerer. Leider ist es uns in Halbzeit zwei nicht gelungen, viel mehr Ruhe und Genauigkeit in unsere Aktionen zu bekommen. Wir haben es Heyrothsberge durch viele unnötige Ballverluste leicht gemacht, unser Spiel zu zerstören", äußerte Trainer Marks.

Zerbst: Werner - Thamm, Reichhardt, Fischer (83. Scheil), Gieseler, Kosel, Wiegelmann, F. Sens, Möbius, C. Sens (65. Bruchmüller), Kuklin (65. K. Sens).