Zum Nachholpunktspiel des 16. Spieltages empfing der Fußball-Kreisoberligist des Jerichower Landes, VfL Gehrden, am Ostersonnabend den Aufsteiger aus Redekin. Bereits im ersten Saisonspiel ließ er sich dort überraschen und konnte nur einen Punkt mitnehmen. Auch im zweiten Aufeinandertreffen musste er sich mit einem 2:2 (0:2)-Remis begnügen.

Lübs. Trainer Heinrich Schöbel konnte bis auf Tobias Knape und Florian Baumgart die erste Elf aufbieten, welche jedoch im ersten Durchgang jegliche Qualität vermissen ließ. So überließ sie den Gästen das Spiel, die jedoch daraus kein Kapital schlagen konnten und im Abschluss zu harmlos und ungefährlich agierten. Nach 20 Minuten fand der VfL dann langsam zu seinem Spiel und schnürte die Redekiner in der eigenen Hälfte ein. Torchancen ergaben sich jedoch nicht.

Mitten in dieser Phase erhielten die Gäste einen Freistoß aus 17 Metern und der Ball schlug neben der schlecht postierten Mauer im Tor ein. Fünf Minuten später war es dann Libero Sören Bohn, der einen langen Ball unterschätzte und ein Redekiner Stürmer konnte frei vor dem Tor zum 2:0 einschieben.

Bis zur Halbzeit kamen die Gehrdener nur noch zu einer Halbchance durch Nico Lehmann, dessen Schuss im letzten Moment abgeblockt wurde. So ging es zu Recht mit einem Rückstand in die Kabine.

Nach einer deftigen Halb- zeitansprache und zwei Wechseln besann sich die "Schöbel-Truppe" auf ihre Fähigkeiten und erspielte sich die ersten guten Gelegenheiten. Redekin verteidigte mit Mann und Maus und versuchte sich schon ab der 46. Minute im Zeitspiel. Da dies vom Schiedsrichter jedoch nicht unterbunden wurde, bekamen die Zuschauer zahlreiche schauspielerische Einlagen geboten.

In der 65. Minute war es Lars Günther, der einen Abpraller des Eiche-Torhüters nach einem Wiergowski-Schuss zum Anschlusstreffer nutzte. Als zehn Minuten später Maik Böttge im Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht wurde, verwandelte René Wiergowski den fälligen Elfmeter sicher zum 2:2-Ausgleich.

In einer turbulenten Schluss- phase überschlugen sich dann die Ereignisse. Nach einer Rangelei wurde ein Redekiner mit Rot des Feldes verwiesen und der völlig unbeteiligte Wiergowski ebenfalls mit Gelb-Rot bedacht. Kurz darauf schoss Günther nach einem langen Freistoß den Gästekeeper an und Marcel Schöbel setzte den Nachschuss aus drei Metern neben das Tor.

Somit blieb es beim 2:2-Unentschieden, ein für den VfL mehr als unbefriedigendes Resultat.