Am Wochenende kehrte Fußball-Kreisoberligist SC Vorfläming Nedlitz vom Kreisderby bei der Landesklasse-Reserve des TSV Rot-Weiß Zerbst mit einem 2:0 (1:0)-Sieg heim.

Zerbst.Gespielt wurde auf dem für die SC-Kicker ungewohnten Kunstrasenplatz. Der SC musste erneut mit einer stark veränderten Formation auflaufen. Mit Gero Knape stand ein ehemaliger Rot-Weiß-Stürmer im Aufgebot des SC.

Die Gäste begannen offensiv. Bereits der erste Angriff wurde durch Foulspiel unterbrochen. Den Freistoß von Knape parierte der TSV-Keeper Sergej Semenow in großer Manier (1.). Auch in der 3. Minute musste Semenow sein ganzes Können aufbieten, um einen 20-Meter-Schuss von Eduard Hahn zur Ecke zu lenken.

Da die Nedlitzer das Flügelspiel vernachlässigten, wurden die Angriffe vorwiegend durch die Mitte vorgetragen. Da stand mit Tobias Grune ein aufmerksamer Libero. In der 14. und 15. Minute scheiterten Florian Lehmann und Knape am hervorragend haltenden Semenow. SC-Kapitän Thomas Sanftenberg versuchte es aus der Dis- tanz und verfehlte aus 32 Metern nur knapp das Ziel.

Die einzige nennenswerte Chance der Rot-Weißen hatte Grune. Sein direkter Freistoß ging knapp über das Gehäuse von SC-Torwart Markus Hoffmann (41.).

Alle waren schon auf ein 0:0 zur Halbzeit eingestellt, da startete Hahn einen Sololauf. Seine Eingabe kam zum völlig freistehenden Lehmann, der überlegt zur verdienten 1:0-Führung vollendete.

In Hälfte zwei lockerten die Rot-Weißen ihre Abwehr. Mit Oldie Roland Schulze kam ein offensiver Spieler, der für mehr Druck in Richtung SC-Hälfte sorgen sollte. Dazu wechselte Libero Grune in den Sturm. Seinen Part übernahm Steve Wollgast.

Diese Spielweise kam den Gästen entgegen. Nun entstanden Räume in der TSV-Hintermannschaft. Das Spiel über die Außen wurde nun bevorzugt und schon kam Gefahr im gegnerischen Strafraum auf. Hahn hatte die große Chance, zu erhöhen, doch sein Schuss landete am Außennetz (53.).

In der 64. Minute hatten die Rot-Weißen ihre erste gut herausgespielte Möglichkeit, doch Torben Fischer fand in Hoffmann seinen Meister.

Zwei Minuten später wehrte Semenow einen harten Schuss von Daniel Pilatzek zur Ecke ab. Der folgende Eckball von Hahn kam genau zu Knape, der per Kopf versenkte und Semenow keine Abwehrchance ließ.

Nun erreichten die Gäste noch mehr Sicherheit in ihren Aktionen und bestimmten immer mehr das Geschehen. Die nächste Chance hatte Sanftenberg mit einem 20-Meter-Kracher, den Semenow erst im Nachfassen unter Kontrolle brachte (70.). Zwischendurch ging ein Geschoss von Grune knapp über das SC-Gehäuse. Dann stand Sanftenberg gleich zweimal im Mittelpunkt. In der 75. Minute scheiterte er allein vor Semenow und in der 77. Minute traf er nur den Pfosten. Kurz danach verpassten Knape und Michael Tanz eine genaue Eingabe von Hahn nur knapp.

Die größte Chance im Spiel besaß Roger Alarich nach genauer Flanke von Knape, doch der beste Rot-Weiß-Akteur Semenow stand goldrichtig (89.).

So blieb es zum Schlusspfiff des gut leitenden Schiedsrichters Horst Römer (Dessau) beim jederzeit verdienten 2:0-Sieg der Nedlitzer, die dadurch auf Augenhöhe mit dem SV Mildensee und dem TSV Mosigkau bleiben. Am kommenden Wochenende kommt es in Nedlitz zu einem weiteren Kreisderby. Dann ist ab 15 Uhr die FSG Steutz/Leps zu Gast.

Zerbst: Semenow - Reichhardt, Scheil, Bösicke (35. Tuchel), Joch (46. Schulze), Beckmann, Tiede, Felix Kamschütz, Fischer, Lucas Kamschütz (70. Wollgast), Grune.

Nedlitz: Hoffmann - Florian Baude, Roger Alarich, Juskowiak, Ritze, Hahn, Lehmann, Sanftenberg (80. Ralf Alarich), Pilatzek (75. Tanz), Knape, Specht.