Zerbst (hjs). Jürgen Batz und Volleyball, das gehört irgendwie zusammen. Seit 1958 spielt der Zerbster am hohen Netz. Damals erlernte er in der Schule und dann in der Berufsausbildung von Günter Mohs und Walter Klöpper die Grundregeln. Bis heute ist er diesem Spiel treu geblieben. Man sieht ihn zwar nur noch beim Training aktiv am Netz, doch als Schiedsrichter war er bei der kürzlich ausgetragenen Pokalrunde der Herren im Einsatz.

Der gelernte Maschinenbauer ist wahrlich ein "TSV- Urgestein", hat Höhen und Tiefen bei den Rot-Weißen erlebt. Seine reichen Erfahrungen hat der DDR-Marine-Meister früher über Jahre auch jungen Spielern weiter-gegeben.

In seiner Art ist Batz immer engagiert, kann auch sehr unbequem und kritisch werden. Alles aber im Rahmen und immer im Interesse des Volleyballsports. Über den fehlenden Nachwuchs in heutiger Zeit ist der fast 67-Jährige sehr bedrückt und äußert sich immer sehr emotional zu diesem Thema. Der Familienvater befürchtet, dass eines Tages in der Region kaum noch Vereins-Volleyball gespielt wird, "weil einfach der Nachwuchs fehlt".

Sportlich ist Batz einer, der fast überall schon einmal reingeschnuppert hat. Er hat unter anderem mit Wolfgang Mamsch und Martin Reichel die Laufgruppe "Motor", später "Grün-Weiß" gegründet. Fußball hat er zur Hochzeit der Betriebsmannschaften jede Woche gespielt. "Auf dem Acker am Anger war immer viel los", meinte der frühere Marine-Taucher und Fallschirmspringer dazu. So lange es seine Gesundheit zulässt, wird der Hobby-Gärtner noch in der Halle beim Volleyball zu sehen sein, denn Volleyball und Jürgen Batz kann man nicht trennen.