Mit einer kompakten Leistung erreichte der TSV Rot-Weiß Zerbst am Ostermontag vor 121 Zuschauern durch Tore von Thomas Möhring und Christopher Sens mit einem 2:0 (0:0)-Erfolg über Blau-Weiß Klieken den erneuten Einzug in das Kreispokalfinale. So kommt es zu einer Neuauflage des Finalspiels von 2010 gegen Germania Roßlau.

Zerbst. Von Beginn an entwickelte sich ein interessantes Spiel. Bereits in der ersten Minute der erste Eckball der Gäste,der nichts einbrachte. In der viertenMinutehatte Rot-Weiß die erste Gelegenheit. Bei einem Freistoß aus18 Metern setzte Florian Sens den Ball über den Kasten. Klieken war bei Kontern immer gefährlich. In der neunten Minute blieb Ricardo Werner im Tor des TSV Sieger. In der 14. Minute versuchte sich Carsten Kosel, doch er verzog.

Die Zerbster Abwehr war noch nicht ganz sicher, der Spielaufbau jedoch etwas nervös und überhastet. So kamen die Gäste in der 16. und 17. Minute zu zwei Chancen, wobei insbesondere die zweite Chance bei einem Schuss aus gut 18 Metern Gefahr brachte und Werner fast geschlagen gewesen wäre. Zerbst, nun etwas unsicherer werdend, überließ in dieser Phase den Gästen mehr Spielanteile. In der 20. Minute tauchte plötzlich Christopher Sens überraschend nach Freistoß aus dem Mittelkreis von Martin Thamm allein vor dem Gästekeeper auf. Der angesetzte Heber ging jedochins Toraus.

Ab der 25. Minute wurden die Platzherren wieder etwas besser. Doch das Angriffsspiel ließsehr zu wünschen übrig. Es fehlten die Ideen, die entscheidenden Pässe. Das Spiel war völlig ausgeglichen, wurde aber auch härter und Zerbst immer nervöser. Thamm versuchte sich mit einem Fernschuss. Im Gegenzug hatte Klieken eine gute Kopfballchance. Beide blieben ohne Erfolg. Kurz vor dem Pausenpfiff dann nochmal ein Eckball durch Bastian Wiegelmann auf den Fuß von Matthias Bruchmüller, der erfolglos blieb und auch nicht seinen besten Tag erwischte.

Beide Teams kamen unverändert aus der Kabine. Die Zuschauer sahen weiterhin eine ausgeglichene Partie mit Chancen auf beiden Seiten. In der 55. Minute zwang Marcel Gieseler den Gästekeeper mit einem direkten Freistoß zu einer Glanzparade. Kurz darauf versuchte sich nochmal Patrick Möbius mit einem Distanzschuss.

In der 56. Minute erhielt Thamm nach Foulspiel die erste gelbe Karte. Zerbst war in Überzahl, da ein Gästespieler behandelt werden musste. F. Sens schickte Hagen Ernst mit einem klugen Pass, welcher eine Ecke einbrachte. Diese trat Bastian Wiegelmann von der rechten Seite hoch in den Strafraum. Ganz trocken nahm Thomas Möhring diese Ecke an und vollendete volley unhaltbar zur verdienten und vielumjubelten 1:0-Führung (60.).

Die Partie wurde hektisch und die Gäste gaben sich überhaupt noch nicht geschlagen. In der 64. Minute dann Glück für Möhring, der nach einer Notbremse "nur" die gelbe Karte sah. Der Freistoß ging in den Himmel. Klieken agierte bissig und wurde immer wieder von den mitgereisten Fans nach vorn gepeitscht.

In der 70. Minute hatte C. Sens nach guter Einzelleis- tung durch Wiegelmann wenig Mühe, das 2:0 zu erzielen. Zerbst war in der Folge das bessere Team. Klieken lauerte auf Konter. Möhring hatte es noch einmal auf dem Kopf und Wiegelmann auf dem Fuß, für das 3:0 und für eine Vorentscheidung zu sorgen. Beide blieben erfolglos und die Gäste witterten weiterhin eine Minimalchance, das Spiel noch zu drehen.

So auch in der 79. und 80. Minute, als sie zweimal gefährlich vor dem Zerbster Kasten auftauchten und etwas überhastet vergaben. Im Gegenzug vergab C. Sens zum zweiten Mal in dieser Partie nach guter Vorarbeit von Nikolaj Kuklin eine einhundertprozentige Möglichkeit.

Klieken blieb weiter gefährlich und gab sich noch nicht geschlagen. Zum Glück aus Zerbster Sicht, dass sie bei den Abschlüssen sehr schwächelten.

So blieb es am Ende beim verdienten 2:0-Erfolg des TSV, der somit erneut in das Finale des "Krombacher Kreispokals" einzog und am 11. Juni wie schon im vergangenen Jahr auf Germania Roßlau treffen wird. Im Rodlebener Stadion wollen sich die Rot-Weißen für die mehr als unglückliche Niederlage im vergangenen Jahr revanchieren. Heiß auf dieses Spiel sind sie jetzt schon.

Zerbst:Werner - Thamm (78. Reichhardt), Ernst, Möhring, Gieseler, Kosel, Wiegelmann, Florian Sens, Möbius, Christopher Sens (78. Kilz), Bruchmüller (68. Kuklin).