Dobritz (dga). Im dritten Spiel der Saison empfingen die Alten Herren der SG Dobritz/Garitz am vergangenen Freitag das Team von Grün-Weiß Dessau. Die Heimelf gewann mit 4:3 (1:2).

Die Gäste begannen stark und bestimmten in den ersten Minuten das Spiel. Folgerichtig erzielten sie auch schnell zwei Tore und versetzten den Gastgeber in einen Schockzustand. Engelhardt konnte einen Gästestürmer nur per Foul stoppen. Der Schiedsrichter entschied zurecht auf Strafstoß, der dann auch sicher verwandelt wurde. Kurze Zeit später erhöhten die stark aufspielenden Gäste noch auf 2:0.

Jetzt endlich ging ein Ruck durch die Mannschaft. Die notwendige Konzentration wurde an den Tag gelegt und durch den Kampf ins Spiel gefunden. Nun wurden auch die nötigen Chancen erarbeitet. Nach einem Fehler im Spielaufbau der Gäste er- oberte Steinert den Ball und ließ zwei Verteidiger stehen. Der gut haltende Torwart hatte das Nachsehen und der Anschlusstreffer war noch vor der Pause geschafft. Kurze Zeit später fast der Ausgleich, doch scheiterte Stei- nert nach Traumpass von Reinsdorf am Gästekeeper.

In der Halbzeit waren sich alle einig, das Spiel noch zu drehen. Durch den eingewechselten Fellner war jetzt noch mehr Leben im Spiel. Die Gäste wurden unter Dauerdruck gesetzt. Die Defensive leistete super Arbeit, insbesondere Neidigk hatte alles im Griff und ließ die Gäste nicht mehr ins Spiel kommen. Nach starker Vorarbeit von Fellner konnte Steinert ausgleichen. Fellner startete kurz danach einen Sololauf und krönte seine wiederum starke Leistung mit dem 3:2.

Auch Kalkofen erarbeitete sich nun Chance um Chance. Nun hielt es auch Huhn nicht mehr in der Abwehr. Eine präzise Flanke von Jänicke köpfte er zum 4:2 ins Tor. Das Spiel war endgültig gedreht. Das 4:3 der Gäste fast mit dem Abpfiff war nur noch Kosmetik.

Ein Heimsieg, der insbesondere aufgrund der kämpferischen Leistung absolut in Ordnung geht. Es stellt sich nur die Frage, warum jedes Mal die Anfangsphase verschlafen wird. Am kommenden Freitag steht das nächste Heimspiel gegen Zerbst auf dem Plan. Die Rot-Weißen aus Zerbst sind ein ganz anderes Kaliber und spielen aufgrund ihrer Klasse in einer eigenen Liga. Sie können sich nur selbst schlagen. Deshalb wäre alles andere als ein deutlicher Auswärtssieg eine faustdicke Überraschung. Aufgrund des guten Verhältnisses beider Teams sind die Zerbster aber ein gern gesehener Gast.

Dobritz/Garitz: Kilz - Els (Friedrich), Schmied (Ganzer), Huhn, Schumann (Jänicke), Neidigk, Steinert, Reinsdorf, Kalkofen, Engelhardt, Wilk (Fellner).