Burg. Elf Vereine aus Brandenburg und Sachsen-Anhalt trafen sich am vergangenen Sonnabend zum beliebten Schwimmfest in Burg. Während bei vielen Wettkämpfen Medaillen nicht ausgegeben und Jahrgangsgruppen gebildet werden, ehrte Burg jeweils die drei Jahrgangsbesten mit Medaillen und bedachte die Schwimmer bis zu Platz sechs mit einer Urkunde. Schwimmer aus Sportschulen nahmen nicht teil, da sie sich zur Zeit im Training in Italien befinden.

Die Veranstaltung begann mit zwei viermal 50-Meter-Freistilstaffeln ohne Altersbegrenzung. Hier sorgte der TV "Gut Heil" Zerbst für eine große Überraschung. Beide Staffeln schwammen sich zum Sieg. Zunächst zeigten Lisa Flöter (34,68 sec), Jule Lukan (34,45 sec), Annalena Ochs (34,04 sec) und Anna Hecht (33,65 sec) in 2:16,79 Minuten (min) ihr Können.

Die Jungen steigerten sich danach unerwartet, denn ein 15-Jähriger hatte die Mannschaft im Stich gelassen und musste durch den zehnjährigen Timon Reis ersetzt werden. Aber da alle vier Jungen über ihre eigene Leistungsgrenze hinauswuchsen, wurde die Staffel durch Zielrichterentscheid dennoch gewonnen. Maximilian Knape als Schluss-Schwimmer schwamm trotz längerer erzwungener Trainingspause erstaunliche 27,78 Sekundenund bewies großen Kampfgeist. Die weiteren Bestzeiten erkämpften Frederik Schröder (32,52 sec), Niclas Puls (29,76 sec) und Timon Reis (39,44 sec). Insgesamt wurden 2:09,5 min benötigt.

Auch im weiteren Verlauf gab es eine von Medaillen von Medaillen zu verzeichnen. 16 erste Plätze konnte der TV "Gut Heil" Zerbst verbuchen, davon die Geschwister Puls allein acht. Hervorzuheben sind auch die Leistungen von Annalena Ochs, Jule Lukan und Jannik Krüger. Mit dem beginnenden Brustschwimmen hielt der TV Zerbst in der Punktewertung (Punkte wurden von Platz 1 bis 6 vergeben) zunächst die Spitze aller Vereine, um schließlich in der Endwertung nach Burg und Halberstadt Platz drei zu erreichen.

Das lag auch daran, dass aus Mangel an Übungsleitern die Jahrgänge 2002/2004 in Zerbst nicht vertreten sind. Alle 19 Zerbster Schwimmer bewiesen, dass sich fleißiges Training (auch in den Ferien) lohnt. Sie beteiligten sich auch unermüdlich daran, ihre Vereinskameraden anzufeuern. Die älteren Jungen sorgten umsichtig dafür, dass die Jüngeren keinen Start verpassten und erfragten geschickt die geschwommenen Zeiten.