Zerbst (hjs). Nach dem Auswärtssieg am vergangenen Sonnabend gegen Bernburg II müssen die Zerbster Verbands- liga-Handballer erneut reisen. Diesmal geht es nach Staßfurt. In der großen "Paul-Merkwitz-Halle" ist morgen um 16.30 Uhr die zweite Mannschaft des HV Rot-Weiß Staßfurt der Gegner.

Die Zerbster haben aus dem Hinspiel noch eine Rechnung offen, als sie nach mäßigem Spiel in der zweiten Hälfte beide Punkte abgeben mussten (34:35). "Das ärgert mich noch heute. Diese Punkte abzugeben, war wirklich nicht nötig", ist Präsident Ralf Fritze sauer. Die Zerbster um den überragenden Sebastian Daudert (20 Tore) verschenkten förmlich eine 20:16-Halbzeitführung. In Erinnerung blieben auch fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen, die sogar dem Zerbster Kapitän eine rote Karte einbrachten.

Das soll aus Zerbster Sicht morgen vermieden werden. Die zwei Punkte wollen die HSVer unbedingt aus der Salzstadt mit an die Nuthe nehmen. Das Potenzial besitzt die Mannschaft. Vorausgesetzt, alle Leistungsträger sitzen mit auf der Bank und Trainer Bodo Benecke kann variieren.

Gegen Bernburg fehlte im Zerbster Rückraum Linkshänder Jonas Hohmann, der an diesem Tag an einem Hobby-Fußballturnier teilnahm. Trainer Benecke war darüber nicht gerade erfreut. Ist der Eichholzer topfit, ist er einer der Torgaranten des Zerbster Spiels. So musste gegen Bernburg II vor allem Ralph Steffen auf Halbrechts ran.

Steigern will sich auch unbedingt Mathias Krümmling. Der 1,90 Meter-Recke war mit seiner Leistung gar nicht zufrieden. "Mir fehlt einfach das Training", meinte der Zerbster Kreisläufer nach dem Spiel. Sein Abwehrverhalten war nicht aggressiv genug. Manchmal sah es so aus, als hätte er mit den Angreifern einen "Nichtangriffspakt" geschlossen. Hier fordert Trainer Benecke einfach mehr Aggressivität.

Überhaupt mahnte der Zerbster Handball-Lehrer bei einer Besprechung mit dem HSV-Vorstand, die viel zu hohe Zahl von Gegentoren an. Hier will er in den kommenden Wochen weiter den Hebel in der Trainingsarbeit ansetzen. "Vorn habe ich überhaupt keine Bedenken. Da haben wir genug kreative Spieler, die Tore werfen können. Bei den erzielten Treffern rangieren wir auf Platz drei unter allen Mannschaften", erklärte Benecke.

Nur Tabellenführer Halle II (688) und Reichardtswerben (675) haben mehr Tore erzielt als der HSV (623). Und am 14. Mai kommt mit Halle II die angriffsstärkste Sieben nach Zerbst. Was für eine "Offensivshow" zum letzten HSV-Heimspiel in der zu Ende gehenden Saison. Die Zuschauer können sich schon darauf freuen.

Erst gilt es aber einmal, das Spiel in Staßfurt gut zu bestehen. Mit noch stärkerem Selbstvertrauen ist dann gegen den Aufsteiger in die Sachsen-Anhalt-Liga alles möglich.

Spielerkader HSV: Haberland, Engler -Daudert, Lewin, Hohmann, Els, Krümmling, Krüger, Tiepelmann, Steffen, Markmann, Kämpfer, Maerten.

Ansetzungen des Spieltages:

Fichte Erdeborn - Weißenfels Staßfurt II - Zerbst Einheit Halle II - Kühnau Reichardtswerben - Dessau/Roßlau II TSG Wittenberg - Köthen II Buna Schkopau - Anhalt Bernburg II