Dessau (lpl/sza). Über das Osterwochenende fielen zwei Punktspiele aus. Am vergangenen Freitag musste Fußball-Kreisligist Walternienburger SV (WSV) zum nächsten Nachholspiel bei Grün-Weiß Dessau antreten. Da die erste Mannschaft der Gastgeber spielfrei hatte, wurden Akteure in der zweiten Elf eingesetzt. Dies war aber nicht der Hauptgrund für die schlechte Leistung des WSV, der mit 2:3 (0:1) unterlag und somit die Tabellenführung abgeben musste.

Was der WSV in Halbzeit eins zeigte, war eines Spitzenreiters nicht würdig. Von der ersten Minute an standen die Gäste unter Dauerdruck. Die Dessauer konnten im Mittelfeld schalten und walten, wie sie wollten und im Sturm waren sie immer brandgefährlich. In den ersten 20 Minuten erspielten sie drei hundertprozentige Möglichkeiten. So fiel in der 23. Minute das 1:0 hochverdient durch Wild.

In der Folge bot die WSV-Abwehr eine schlechte Leistung. Grün-Weiß hielt den Druck so weit hoch, dass sich der WSV selbst kaum Chancen erspielen konnte. Er konnte sich bei den Gastgebern bedanken, dass sie ihre Möglichkeiten nicht nutzten. Es hätte bis zur 40. Minute locker 3:0 oder 4:0 stehen können, da die Heimelf sogar noch einen Elfmeter verschoss.

In der 41. Minute hatte der WSV den ersten und einzigen guten Angriff in der ersten Halbzeit. John konnte im Strafraum nur durch Foulspiel gestoppt werden, doch der Pfiff des Schiedsrichters blieb aus. John beleidigte dann noch den Schiri und dieser zeigte ihm sofort die rote Karte. Mit etwas Fingerspitzengefühl hätte es auch eine gelbe Karte getan, da es auch kein unfaires Spiel war.

In der zweiten Hälfte wollte der WSV versuchen, mit einem Mann weniger dieses Spiel zu drehen, aber er musste in der 52. Minute wieder durch eine Unaufmerksamkeit in der Abwehr das 0:2 durch Schelhas hinnehmen.

Dieses Tor war ein Weckruf für den WSV. Er besann sich auf die kämpferische und spielerische Fähigkeit und entwickelte selber Druck auf das Tor der Grün-Weißen. In der 65. Minute erlief sich Kuhle einen guten Pass in die Tiefe und überwand den Torwart zum 1:2. Nun witterte das Team Morgenluft. Doch die Abwehr konnte ihre Fehler nicht abstellen und ermöglichte den Gastgebern immer wieder gute Kontermöglichkeiten. Radek im Tor machte seine Aufgabe in der zweiten Halbzeit sehr gut und vereitelte mehrere Chancen.

In der 77. Minute war es wieder der WSV, der eine Lücke in der Abwehr der Grün-Weißen erkannte und Kuhle schoss erneut unter großem Jubel zum 2:2 ein. Nun wollte die Mannschaft das Spiel gewinnen. Aufgrund der Tatsache, dass das Mittelfeld in der Vorwärtsbewegung stark agierte, aber in der Rückwärtsbewegung einfach nicht mitmachte, ließ es die Abwehr des Öfteren im Stich.

Bis zur 88. Minute überstand der WSV mehrere brenzlige Möglichkeiten der Grün-Weißen. Nur eine Minute später stand Krauß am langen Pfosten allein und traf ungehindert zum 3:2. Der WSV war geschockt, versuchte aber trotzdem, in der Nachspielzeit noch ein Unentschieden zu erreichen. Als er in der 91. Minute wieder einen Ball auf Kuhle durchstecken konnte, lief dieser der Abwehr auf und davon. Zur großen Verwunderung pfiff der Schiri und entschied auf Abseits, obwohl der Libero, als Kuhle den Ball annahm, noch zwei Meter tiefer stand als der Stürmer.

Das war die letzte Chance in diesem Spiel. So blieb es beim 3:2 für Grün-Weiß, wobei man dem Gastgeber bescheinigen muss, dass er einfach mehr investiert hat. Wenn der Sieg zum Schluss auch etwas glücklich zustande kam, war er doch verdient.

Nun hat der WSV morgen im Heimspiel den TSV Mosigkau vor der Brust. Die Mannschaft sollte in diesem Spiel mit einer guten Leistung zeigen, wozu sie wirklich fähig ist.

WSV: Radek - Elze, Fricke, J. Wenzel, Jobs, Sommer (Bittkau), Borchers, Kuhle, C. Wenzel, Schröter, John.

Die nächsten Spiele: Sonnabend, 7. Mai, 15 Uhr: Walternienburg - TSV Mosigkau II

Sonnabend, 14. Mai, 15 Uhr: Abus Dessau II - Walternienburg

Sonnabend, 21. Mai, 15 Uhr: Waldersee/Vockerode II - Walternienburg