Durch einen 3:2 (1:1)-Arbeitssieg beim BSV 79 Magdeburg festigten die Landesklasse-Fußballer des TSV Rot-Weiß Zerbst am Sonnabend den zweiten Tabellenplatz und bleiben Spitzenreiter Barleben, der sich ebenfalls durch einen 2:1-Auswärtssieg beim SV Irxleben drei Punkte sicherte, auf den Fersen.

Magdeburg. Zerbst spielte von Beginn an unter dem Motto "Drei Punkte müssen her" sehr druckvoll. Aber wie so oft erwies sich der Tabellenletzte nicht als Punktelieferant. Dennoch hatte Thomas Möhring, im zentralen Mittelfeld eingesetzt, bereits in der 2. Minute den Ball per Kopf ins Netz befördert. Warum der Linienrichter auf Abseits entschied, bleibt sein Geheimnis. Zwei Minuten später versuchte es Marcel Reichhardt mit einem Distanzschuss aus gut 20 Metern, bei welchem der Torwart Sieger blieb.

In der 7. Minute dann ein klares Handspiel der Magdeburger auf der eigenen Linie. Auch hier bleibt es das Geheimnis des Linienrichters, warum er nicht die Fahne hob. In der 8. Minute ein erstes Achtungszeichen der Platzherren, das ohne Erfolg blieb. In der 11. Minute spielte Möhring einen "Katastrophenpass" zurück zu Ricardo Werner. Der Magdeburger Schwabe erlief sich diesen Ball und erzielte völlig überraschend die 1:0-Führung.

Zerbst war nun hellwach und voll konzentriert. In der 22. Minute eine schöne Kombination zwischen Carsten Kosel und Bastian Wiegelmann auf der rechten Seite. Wiegelmann konnte nur noch unsanft im Strafraum vom Ball getrennt werden und es gab Elfmeter für Zerbst. Matthias Bruchmüller verwandelte diesen sicher zum, zu dieser Zeit völlig verdienten, 1:1-Ausgleich.

Drei Minuten später wieder auf der rechten Seite eine schöne Aktion, diesmal zwischen Christopher Sens und Wiegelmann. Doch der beste Magdeburger im Kasten hielt dieses 1:1 fest. Mitte der ersten Hälfte waren die Gäste das bessere Team. In der 34. Minute versuchte sich Florian Sens mit einem Freistoß aus gut 20 Metern. Wieder blieb der BSV-Keeper in glänzender Manier Sieger. In der 40. Minute war es noch einmal Wiegelmann, nach gutem Zuspiel von Bruchmüller, bei dem erneut beim Torwart Endstation war.

Unverändert kamen die Mannschaften aus der Kabine. Rot-Weiß spielte druckvoll und wollte schnell eine Entscheidung. 13 Minuten dauerte es, bevor Wiegelmann den 2:1-Führungstreffer erzielte. Ganz trocken und auch überraschend für den Torwart zog er ab und erwischte den Keeper auf dem falschen Fuß.

Patrick Möbius prüfte dann mit einem super Freistoß den BSV-Torwart, welcher erneut mit super Parade zur Ecke klärte. Es ging weiter mit einem Spiel auf das Tor der Platzherren. Die Abwehr um Martin Thamm war nahezu beschäftigungslos. Ab der 62. Minute kam Keven Sens für den gut spielenden Carsten Kosel.

Möbius, Sens, Möhring - alle hatten noch die Möglichkeit, zu erhöhen. Es dauerte aber bis zur 73. Minute. Erneut war es der an diesem Tag beste Zerbster Wiegelmann nach Ecke von C. Sens, der die völlig verdiente 3:1-Führung erzielte. Drei Minuten später scheiterte Möhring nach guter Kombination mit Wiegelmann am Heim-Torwart. Völlig überraschend dann der 2:3-Anschlusstreffer des BSV (78.) Erneut war es Schwabe, der eine Unsicherheit im Zerbster Strafraum nutzte.

Zerbst wurde sehr nervös. Keven Sens traf in der 82.Minute nur das Außennetz. Rot-Weiß war weiterhin feldüberlegen, der BSV lauerte jedoch auf Konter. Möhring hatte es dann noch einmal nach guter Einzelleistung auf dem Fuß. Der Ball ging knapp am Tor vorbei (90.).

Unmittelbar nachdem dann noch Ron Scheil für Bruchmüller zum Einsatz kam, beendete Schiedsrichter Lorenzat aus Genthin diese Partie und Zerbst sicherte sich mit diesem Arbeitssieg drei wichtige Punkte im Kampf um die Tabellenspitze der Landesklasse 2.

Ein Sieg, der für Zerbst völlig in Ordnung geht. Der BSV ist mit seiner jungen dynamischen Truppe mit dieser Niederlage nun sicher abgestiegen. Der TSV ist mit 58 Punkten gemeinsam und souverän mit dem FSV Barleben an der Tabellenspitze. Weiterhin beträgt der Rückstand 14 Tore.

"Es war das erwartet schwere Spiel. Es war ein ganz enger Platz, der wenig Raum zum Kombinieren zuließ. Wir haben uns auch schwer getan, die richtige Einstellung zum Platz zu finden und hatten auch nicht unseren besten Tag erwischt. Ich bin mit dem Ergebnis trotzdem zufrieden", äußerte der Zerbster Trainer Torsten Marks nach dem Abpfiff.

Zerbst: Werner - Thamm, Reichhardt, Ernst, F. Sens, Kosel (62. K. Sens), Möbius, Möhring, C. Sens, Bruchmüller (90. Scheil), Wiegelmann.