Der Pferdesportverein Mühlsdorf/Herzwinkel veranstaltete kürzlich sein traditionelles Dressurturnier. Es war nun schon die fünfte Auflage auf dem Parcours des kleinen, nur 30 Mitglieder zählenden, Vereins. Über ein Drittel mehr Teilnehmer hatten sich in die Starterlisten eingetragen. Beleg für den mittlerweile guten Ruf des Turniers.

Mühlsdorf. Bei schönem Wetter waren wieder recht viele Zuschauer nach Mühlsdorf gekommen. Der gastgebende Verein konnte mit Nachwuchsreiterin Hanna Heinze auf "Rabenstein" imFührzügelwettbewerb und Franziska Els auf "Luciano"in der Dressurprüfung Klasse A Siegerplätze erringen.

Das fünfte Dressurturnier in Mühlsdorf war eine zeitliche Mammutveranstaltung. Von 8 bis nach 18 Uhr stellten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den drei Wertungsrichtern. Die deutlich gestiegene Starterzahl ließ die Teilnehmerfelder in den einzelnen Wettbewerben deutlich ansteigen.

So hatten für die L-Dressur 32 Starterinnen und Starter gemeldet. In der A-Dressur waren es sogar 38. Für die drei Wertungsrichter ein anstrengender Job, den alle aber "prima erledigt haben" (Berhard Raue). Prima hatten auch alle Mitglieder unter Federführung von Vereinsvize Raue, die FFW Mühlsdorf, die vielen anderen fleißigen Helferinnen und Helfer sowie nicht zuletzt viele Helfer ausMühlsdorf im Vorfeld des Turniers gearbeitet, um so eine "gutklassige" (Hendrik Falk) Pferdesportveranstaltung auf die Beine zu stellen. Ohne die Unterstützung unserer vielen Helfer und Sponsoren wäre so etwas gar nicht zu stemmen", meinte Vereinsvorsitzende Kat-rin Klocke.

Sehr zufrieden war die kleine Hanna Heinze aus Wertlau. Die talentierte Reiterin vom gastgebenden Verein ging im Führ- zügelwettbewerb an den Start. Sie zeigte einen sehr ausgewogenen Wettbewerb, der mit derHöchstnote 6,80 bewertet wurde. Damit konnte sie Carolin Paul auf "Venezia" ( 6.60) vom VRV "Civitas" Zerbst auf den Ehrenplatz verdrängen.

In der Dressur Kl. A und L steuerte die Zerbsterin Franziska Els auf "Luciano" vordere Plätze an. Mit Anfang 20 gehört sie noch zu den jüngeren Reiterinnen. Sie war auf "Luciano" mit der Höchstnote 7,50 nicht zu bezwingen. Dagegen lief es in der L-Dressur nicht wie gewünscht. Ihr Pferd lief nicht konzentriert genug, um ganz vorn zu sein.

Lokalmatador Raue hatte neue Pferde am Start, die noch an Prüfungen herangeführt werden müssen. Mit "Hannibal", war Raue in den vergangenen Jahren immer sehr erfolgreich. Doch diesmal konnte er keine Siegerschleife erringen. "Hannibal", wenn der nicht will, dann war`s das", meinte der erfahrene Reiter.

Eine große Harmonie zwischen Reiterin und Pferd gibt es immer zu sehen, wenn Marie-Helen Hamann vom gastgebenden Verein mit ihren Pferden am Start ist. In der Dressurprüfung der Klasse A belegte der Raue-Schützling mit "Donka" den fünften Platz. Besser konnte sie in der L-Dressur auf "Grete" abschneiden. Mit 6,90 in der Wertungsnote belegte sie hinter der Siegerin den Ehrenplatz.

"Ich bin schwer beeindruckt von der edlen Organisation. Fachlich war alles sehr professionell. Wir hätten nach Braunschweig oder Potsdam fahren können, haben uns aber für dieses Turnier hier entschieden", meinte Hendrik Falk vom Brandenburgischen Haupt- und Landgestüt in Neustadt/Dosse. Das Mitglied der dortigen Gestütsleitung kennt die Zerbster Region noch aus früheren Jahren, als er an den Fahrmeisterschaften der DDR im Zerbster Schloßgarten teilnahm.

So wie er waren auch die Teilnehmer aus Sachsen-Anhalt, Sachsen, Brandenburg, Niedersachsen und Berlin, aber auch die Helfer wie Hufschmied Siegfried Kurth aus Eichholz oder "Grillmeister" Bernhard Schnell aus Zerbst mit der Veranstaltung zufrieden.

"Ohne die engagierte Arbeit aller unserer Vereinsmitglieder wäre so eine Veranstaltung nicht zu stemmen. Ein großer Dank geht wieder an unsere Sponsoren, die mit ihren großzügigen Spenden unseren finanziellen Spielraum erweitern und den Siegern und Platzierten tolle Preise stifteten und nicht zuletzt danken wir den Mühlsdorfern, die uns bei der Vorbereitung und Durchführung unserer Veranstaltungenimmer hilfreich zur Seite stehen", so das gemeinsame Fazit der Vereinsvorsitzenden Katrin Klocke und der Schatzmeisterin Christiane Schwenke am Ende des schönen Turniertages.