Die erste Herrenmannschaft des TTC "Anhalt" Zerbst konnte sich in der Relegation am vergangenen Wochenende in Staßfurt den Verbandsliga-Verbleib sichern. Volksstimme-Redakteurin Simone Zander sprach mit dem Teamkapitän Michael Lucas.

Volksstimme: Herr Lucas, wie beurteilen Sie den geschafften Liga-Verbleib?

Michael Lucas: Im vierten Anlauf haben wir den Verbleib in der Verbandsliga gesichert, überhaupt zum ersten Mal als TTC. Ich freue mich sehr und bin sehr stolz darauf.

Volksstimme: Was war ausschlaggebend für die Leistung?

Lucas: Unsere Doppelstärke war ausschlaggebend. Wir haben am Wochenende zehn Doppel gewonnen. Wir mussten lange experimentieren und haben nun unsere Doppel sehr gut aufgestellt. Christian Steudtner hat einen großen Anteil am Erfolg. Er hat insgesamt vier Punkte für uns geholt.

Volksstimme: War dieser Liga-Verbleib das Ergebnis einer geschlossenen Teamleistung?

Lucas: Wir haben im unteren Paarkreuz immer viel verloren, konnten uns da in der Rückrunde steigern. Vor allem Stefan (Graßhoff - d. Red.) hat eine starke Rückrunde ge- spielt. Es war auf jeden Fall eine geschlossene Mannschaftsleis-tung. Sunday (Kinnouezai - d. Red.) hat in der Rückrunde etwas geschwächelt, ist aber trotzdem unser bester Mann.

Volksstimme: Bei den Heimspielen können Sie auf etliche Zuschauer zählen. Beflügelt Sie das?

Lucas: Wir hatten im Schnitt 30 bis 40 Zuschauer. Das ist für die kleine Halle enorm. Das spornt uns immer mächtig an und ist immer ein Highlight.

Volksstimme: Was waren die "Knackspiele" der Saison?

Lucas: Dass wir in Schönebeck gewonnen haben und das Heimspiel gegen Dessau, wo Sunday Köhler besiegen konnte. Danach auch noch das Unentschieden bei Börde. Das schlechteste Spiel war das in Halle, wo wir mit 1:9 chancenlos waren.

Volksstimme: Wie sieht es personell für die neue Serie aus?

Lucas: Denis (Hasdorf - d. Red.) geht für ein Jahr nach Afghanistan. Deshalb brauchen wir noch Verstärkung. Sonst bleiben wir so zusammen.

Volksstimme: Ziel bleibt sicher der Klassenerhalt bzw. ein Relegationsplatz. Warum schaffen Sie es erneut?

Lucas: Im zweiten Jahr sind die Chancen deutlich besser. Wir kennen die Mannschaften. Wenn wir mit voller Kapelle spielen können, schaffen wir es. Wir mussten ja in der vergangenen Serie oft mit Ersatz spielen. Stefan war ja lange verletzt. Außerdem sind wir eine super Truppe. Wir unternehmen auch viel gemeinsam.

Volksstimme: Wem möchten Sie danke sagen?

Lucas: Auf jeden Fall unseren Zuschauern und Fans, dem Verein und Siegfried Pietschk, der uns zu jedem Auswärtsspiel fährt.

Volksstimme: Wird es eine gemeinsame Feier geben?

Lucas: Wir gehen mit der zweiten und dritten Mannschaft bowlen. Unser Team hat schon nach dem letzten Spiel zusammen gesessen.