Zerbst (hjs). Heute macht ein großes Talent des Zerbster Handballs sein vorläufig letztes Heimspiel für den HSV. Der 22-jährige Tobias "Bob" Els steht aus zeitlichen Gründen und wegen der Entfernung zum Studienort Berlin seiner Mannschaft in der kommenden Saison nicht mehr zur Verfügung. Für den HSV und den gesamten Zerbster Handball ein riesen Verlust.

Der beidarmig werfende Außenspieler war ein Zerbs- ter Markenzeichen für schnelles Konterspiel. Kein Spieler der Liga ist mit und ohne Ball so schnell wie das HSV-Eigengewächs. Unter Trainer Bodo Benecke kam er auch auf anderen Positionen zum Einsatz, wurde in den beiden vergangenen Jahren ein absoluter Leistungsträger. Beim SCM II-Gastspiel vergangenen Sommer staunte SCM-Trainer Prokop über die Schnelligkeit des Zerbsters, erkundigte sich nach den beruflichen Zielen des HSVers.

Dass Tobias in der Deckungsarbeit zulegen muss, weiß der ehrgeizige Spieler allein. Deshalb will er auch intensiver und zeitnaher trainieren, was momentan nicht möglich ist. Da sein Studium Vorrang hat, was jeder beim HSV und der Mannschaft versteht, kann er sich diesen zeitlichen Aufwand nicht mehr erlauben. Anerkennenswert, dass sich Els der Mannschaft noch über die gesamte zweite Halbserie zur Verfügung gestellt hat, obwohl in dieser Zeit etliche Prüfungen anstanden.

Mit Wehmut werden heute seine ehemaligen Übungsleiter auf ihren "Schützling" schauen. "Bob", wie er mit Spitznamen gerufen wird, durchlief alle Nachwuchs- und Männermannschaften des HSV und erlernte unter Ernst Schimpf, Franziska Kittler, David Maerten, Werner Leißring und Mario Weber die Grundlagen des Handballspiels. Er wird trotzdem mit dem Zerbster Handball verbunden bleiben. Dafür werden seine langjährigen Freunde und Mitspieler wie Mathias Krümmling oder Erik Lewin schon sorgen.