Dessau (gar/sza). In der Fußball-Kreisoberliga gab es am vergangenen Wochenende überraschende Resultate. Mit Sicherheit gehört die 0:3-Niederlage des SC Vorfläming Nedlitz bei der SG Abus Dessau dazu. Die Nedlitzer müssen nach schwachem Spiel einen Fünf-Punkte-Rückstand auf Tabellenführer Mildensee verkraften.

RW Zerbst II - GW Dessau 5:3.In diesem "Kellerduell" konnten die Zerbster einen ganz wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt verbuchen. In einer hektischen ersten Hälfte hatten die Gäste auf Grund ihres hohen kämpferischen Einsatzes Feldvorteile und gingen zweimal in Führung. Die Zerbster stellten in der Halbzeit das Mittelfeld um und noch ehe die Zuordnung klar war, erhöhten die Gäste auf 3:1, womit die Partie gelaufen zu sein schien. Doch die Grün-Weißen bauten konditionell stark ab, so dass die Zerbster vor allem von den Außenpositionen Druck aufbauen konnten und die sich bietenden Chancen ausnutzten.

TSV Mosigkau - SG Waldersee/Vockerode 1:0. Durch diesen knappen, aber nicht ganz unverdienten Sieg konnten sich die Gastgeber ihre Minimalchance auf den Staffelsieg erhalten. Doch überzeugen konnte das Team von Rüdiger Hein keinesfalls. Im Gegenteil, die Gäste hatten im Verlauf der 90 Minuten die besseren Chancen. Der agile Braunsdorf ließ dabei allein zweiEinhundertprozentige liegen. Auf der Gegenseite nutzte der Mosigkauer "Torschütze vomDienst", MarcelKretschmann, eine der wenigen Chancen der Gastgeber zum Siegtreffer.

Abus Dessau - Vorfläming Nedlitz 3:0.Nach dem schwachen Auftritt der Abus-Kicker am letzten Spieltag gegen den SV Mildensee wollte sich das Team gegen eine weitere Spitzenmannschaft von der besseren Seite zeigen, was am Ende auch vom Resultat her gelang, aber keinesfalls dem Spielverlauf entsprach. Denn der Tabellenzweite aus Nedlitz machte das Spiel, ohne aber daraus Kapital schlagen zu können. Anders die Gastgeber, die aus fünf Chancen drei Tore erzielten.

SG JeberBergfrieden - SV Mildensee 0:2.Wie erwartet kam der Spitzenreiter aus Mildenseebeim Vorletzten der Tabelle zum Erfolg, doch die Gäste hatten sich das mit Sicherheit einfacher vorgestellt, denn die SG bot ihre beste Saisonleistung und wirkte dabei keinesfalls wie ein Abstiegskandidat. Siebot dem klaren Favoriten lange Zeit Paroli. Etwas unglücklich war, dass ihr "Torschütze vom Dienst", Sebastian Faulhaber, nach einem Zusammenprall mit einer Platzwunde ins Krankenhaus musste,was den Gastgebern den Angriffsschwung etwas nahm. In einer Phase, in der die Mildenseer schon etwas unruhig wurden, gelang der lang ersehnte Führungstreffer (65.), womit sie die Weichen auf Sieg stellen konnten.

TuS Kochstedt - SV Dessau 05 II2:1.Die Zuschauer sahen ein ebenso faires, wie ansehnliches Spiel, in dem die Gastgeber Chancenvorteile besaßen, aber nur zwei davon nutzten. Im zweiten Abschnitt änderte sich das Bild, denn jetzt verlief die Partie so gut wie ausgeglichen.

GW Wörlitz - Germania Roßlau II 0:2.Während die Gäste durch diesen Sieg wohl nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben sollten, wird es für die Parkstädter bei nun fünf Punkten Abstand auf einen Nichtabstiegsplatz immer schwerer, die Klasse zu halten. Für die Gastgeber war diese Niederlage schon bitter, denn sie boten eine ihrer bes- ten Saisonleistungen,was nicht belohnt wurde. Die Germanen, die zunächst einen Torwartfehler der Wörlitzer zur 1:0-Führung nutzten, führten mit einem Sonntagsschuss aus 20 Metern die Entscheidung herbei.

Chemie Rodleben - FSG Steutz/Leps3:5. In diesem Nachbarschafts-Duell kamen die Gäste von der Höhe her zu einem doch etwas überraschenden Erfolg. Die Chemiker boten eine ganz schwache Vorstellung. Einsatzwille und Kampf wurden von den Fans vermisst. Anders die Steutz/Lepser, denen man von Beginn an anmerkte, dass sie dieses Spiel unbedingt für sich entscheiden wollten. Sie waren den Grün-Weißen im kämpferischen und auch läuferischen Bereich überlegen, so dass der Sieg nur die logische Folge war.

BW Dessau - ESV Lok Dessau 1:3. Die Blau-Weißen begannen stark und führten so schon bereits nach vier Minuten mit 1:0. Doch nach 15 Minuten änderte sich das Bild, denn während bei den Gastgebern der Faden riss, kamen die "Eisenbahner" immer besser in die Partie und drehten so den 0:1-Rückstand in eine 3:1-Pausenführung um.In den zweiten 45 Minuten neutralisierten sich beide Teams schon im Mittelfeld, so dass nach vorn so gut wie nichts mehr passierte. Die Zuschauer bekamennur noch einen müden Kick zu sehen.