Waldersee (lpl/sza). Da der Tabellenführer der Fußball-Kreisliga Walternienburger SV (WSV) weiß, dass er durch drei Siege aus eigener Kraft aufsteigen kann, fuhr er hochmotiviert zum Spiel gegen Waldersee/Vockerode und erzielte dort einen klaren 6:3 (2:1)-Sieg.

Aufgrund eines Fehlers im Internet fuhr das Team zuerst nach Vockerode, musste aber feststellen, dass das Spiel in Waldersee stattfindet. So kam es ziemlich spät an und hatte wenig Zeit, sich vorzubereiten. Hinzu kam, dass das Spiel statt 13 Uhr, aufgrund einer Verspätung des Schiedsrichters, erst 13.30 Uhr begann.

Dieses fing sofort mit einem Paukenschlag an. Marc Schröter erzielte durch ein Freistoßtor das 1:0. Der Gegner war schwer bespielbar und aufgrund älterer, erfahrener Spieler nicht leicht zu schlagen. Immer wieder verwickelte der Gegner den WSV in intensiv geführte Zweikämpfe. So ließ sich Stefan Kuhle in der 23. Minute zu einem Revanche-Foul hinreißen und bekam dafür sofort die rote Karte.

Nun stellte sich der WSV um und versuchte, über Konter erfolgreich zu sein. Einen davon schloss er nach sehr schönem Pass vom Kapitän Borchers auf Jobs zum 2:0 ab (44.). Als alle mit dem Halbzeitpfiff rechneten, bekamen die Gastgeber noch eine Ecke zugesprochen. Diese wurde scharf nach innen geschlagen. Ben Hamida versuchte zu klären, lenkte aber den Ball in das eigene Tor.

Da die Gäste bei hohen Temperaturen nun noch 45 Minuten in Unterzahl überstehen musste, hatte die SG Vorteile. In der 50. Minute wollte Jens Borchers klären. Er traf den Ball nicht richtig und schoss wohl an diesem Tag das schönste Tor. Aber leider war es das 2:2 und somit das zweite Eigentor des WSV.

Da Gramsch und Sommer läuferisch immer wieder riesen Druck machten, kompensierte der WSV die Unterzahl. Nach schöner Kombination erzielte Schröter, unter großem Jubel der 35 mitgereisten Zuschauer, die 3:2-Führung. Nach einem Pressschlag zwischen SG-Torhüter und Gramsch konnte Letzterer zum 4:2 einschießen.

In der 81. Minute kam ein langer Ball, den die WSV-Abwehr unterschätzte iund es stand 4:3. Nur fünf Minuten später stellte der WSV durch einen Foulelfmeter, den Schröter verwandelte, den alten Abstand wieder her. In der 90. Minute kam ein langer Ball aus dem Mittelfeld zu Gramsch. Der legte direkt auf Sommer ab und er flankte sofort. Am langen Pfosten kam der kleinste Spieler an diesem Tag, Schröter, durch ein Kopfballtor zu seinem vierten Treffer.

Aufgrund der Tatsache, dass die Mannschaft 65 Minuten in Unterzahl spielen musste, war dieser Sieg hochverdient. Nun muss der WSV voraussichtlich auf einen der besten Spieler in dieser Saison verzichteen, da Kuhle wegen der roten Karte wahrscheinlich die letzten beiden Spiele nicht antreten darf. Das Team hat es nun selbst in der Hand, mit zwei Siegen in die Kreisoberliga aufzusteigen. Wenn der WSV dies schaffen würde, wäre dies wohl auch eine kleine Sensation, da er als Aufsteiger erst eine Saison in der Kreisliga dabei ist.

WSV: Körner - Elze, Ben Hamida, Wenzel, Jobs (M. Schulz), Gramsch, Fricke (Hahn), Borchers, Sommer, Kuhle, Schröter.

Laura Plantikow