Am Sonnabend empfing Fußball-Kreisoberligist VfL Gehrden die Kicker aus Loburg zum Derby in Lübs. Bei guten Platzbedingungen musste Trainer Heinrich Schöbel das Team auf einigen Positionen verändern, da sechs Spieler nicht zur Verfügung standen. Diese Lücke wurde durch Spieler der zweiten Mannschaft geschlossen. Das Derby endete 1:1 (0:1)-Remis.

Lübs. Die Gehrdener begannen mit der besseren Spielanlage. Die Bälle wurde gut zugespielt und die Lücke in der Loburger Deckung gesucht. Die erste verheißungsvolle Chance hatte Lars Günther, der von Marcel Schöbel schön freigespielt wurde. Der Schuss ging weit über das Tor.

Die Loburger versuchten immer wieder über lange Bälle zum Ziel zu kommen. Einen dieser Bälle wehrte Libero Ralf Schmidt zu kurz ab, so dass der Stürmer der Loburger zu einer Schusschance kam. Gehrden war engagierter und versuchte, durch viel Bewegung immer wieder Räume zu schaffen. Mehrere gute Flanken wurden so in den Loburger Strafraum geschlagen, welche jedoch geklärt werden konnten.

Aber auch die Gehrdener Standards waren gefährlich. Einen scharf getretenen Freistoß von Tobias Knape konnte Maik Böttge nicht im Tor unterbringen. Kurz vor der Halbzeit dann die größte Gehrdener Chance bis dato, als Florian Baumgart einen Kopfball an die Latte setzte. Im Gegenzug gelangte der Ball nach einem Einwurf für Loburg über drei Stationen zu Steffen Kison, der Torhüter Sebastian Götze tunnelte und seine Farben mit 1:0 in Führung brachte. Mit diesem Schock ging es in die Halbzeit.

Trainer Schöbel ermunterte die Elf, noch mehr den freien Mitspieler zu suchen und die sich bietenden Chancen endlich zu nutzen.Die Gehrdener kamen besser aus der Pause und hatten gleich die Oberhand. Allerdings fehlte im letzten Abspiel entweder die Genauigkeit und das Quäntchen Glück, um die vielbeinige Abwehr der Loburg auszuspielen.Kopfballchancen von Schöbel und Baumgart blieben ungenutzt.

Als sich Günther am Strafraum gut durchsetzte, flankte er genau auf Knape, der den Ball kurz anstoppte und dann aus der Luft in die Maschen jagte. Ein sehenswerter Treffer zum Ausgleich in der 55. Minute.

Die Schöbel-Truppe wollte mehr und hatte wiederum durch Knape, der einen langen Ball direkt nahm und an die Latte knallte, die Chance zur Führung. Den Nachschuss konnte Böttge nicht verwerten.

Die hohen Temperaturen forderten ihren Tribut und das Tempo verflachte. Einen Kopfball von Baumgart konnte der Loburger Torhüter sicher halten. Kurz danach war Baumgart am 16er völlig frei, schoss den Ball aber weit neben das Tor. Das hätte die Führung sein müssen. Die letzte Chance hatte der Loburger Stöhr, der nach einem Abspielfehler von Stephan Sens frei auf Götze zulief. Zum Glück der Gehrdener versagten ihm die Nerven und er schoss den Ball nur an den Pfosten.

Danach passierte aus sportlicher Sicht nicht mehr viel. Der Loburger Kapitän Markus Kowalewski verletzte sich in der Schlussminute nach einem Kopfballduell so schwer am Arm, dass ein Krankenwagen gerufen werden musste. Die Gehrdener wünschen auf diesem Wege gute Besserung.

Als der Schlusspfiff ertönte, waren sich Spieler und Betreuer einig, dass die Punkteteilung ein gerechtes Ergebnis dieses fairen Spiels war. Die Gehrdenermüssen einfach vor dem Tor effizienter werden, wenn sie solche Spiele gewinnen wollen. Am kommenden Wochenende reisen die Spieler des VfL nach Burg, um dort das letzte Saisonspiel zu bestreiten.

Das Heimspiel gegen Loburg war somit das letzte Pflichtspiel vor heimischer Kulisse in dieser Saison. Allerdings erwarten die Gehrdener als nächstes Highlight am Freitag, 10. Juni, die Profihandballer des SC Magdeburg anlässlich des 60-jährigen Vereinsjubiläums zu einem Freundschaftsspiel. Anstoß ist um 18 Uhr in Lübs.

Gehrden: Götze - Schmidt, Kraft, Rehse, Sens, Schöbel, Wiergowski, Knape, Böttge, Günther (67. Lange), Baumgart.