Loburg (fbo/sza). Kürzlich fand das Kita-Turnier in Loburg statt.Die Organisation stand im Vorfeld unter einem recht komplizierten Stern. Von deneingeladenen Kindergärten sagten drei zu und das teilweise noch ziemlich knapp. Somit konnte erst spät mit der Planung eines Rahmenprogramms begonnen werden.

"Als Organisator und Einladender komme ich nicht umhin, für mich sehr Unangenehmes zu erwähnen. Die Idee des Kita-Turniers entstand aus dem Mangel an Nachwuchs im Verein und sollte ein Schnuppertag für den Fußball sein.Die Kinder spielen, bekommen alle ihre Goldmedaille und die Eltern freuen sich mit und über ihre Kleinen. Der Wanderpokal war nur als kleines Lokmittel für die Folgejahre gedacht. Nun ist es seit dem ersten Turnier leider so, dass eben dieser Wanderpokal immer einige wenige Erwachsene fast blind vor Siegesverlangen werden lässt und Fairness nur von anderen einzuhalten sei. Der Spaß wird irgendwie unwichtig. Und genau das ist nicht im Sinne dieser Veranstaltung", äußerte Frank Boldt.

Am siebten Turnier nahmen die Kitas "Bussibär" aus Grabow, "Entdeckungskiste" aus Zeppernik und "Burgspatzen" aus Loburg teil. Ausgespielt wurde in drei Runden jeder gegen jeden mit einer Spieldauer von sieben Minuten.

Nach jeder Runde wurde eine größere Pause eingelegt, in der die Kinder an drei Stationen das DFB-Schnupperabzeichen ablegen konnten. Dort mussten sie einen Parcours absolvieren, Zielschießen und Ballgefühl beweisen. Dabei wurden sie von fünf hervorragenden"DFB-Kampfrichterinnen" der Frauen-Fußballmannschaft aus Loburg unterstützt. Natürlich schafften alle das Abzeichen in Gold.

Als das Topereignis dieses Turniers wurde jedes Kind für ein paar Minuten zur Feuerwehrfrau bzw. zum Feuerwehrmann. Dank des stellvertretenden Wehrleiters Loburg, Rene Moschkau, ist die Feuerwehr der Einladung des Vereins gefolgt und drehtenacheinander mit allen Kindern eine kleine Ehrenrunde durch Loburg.

Beim eigentlichen Turnier war die Stimmung sehr vieler Eltern top. Es wurden Tore bejubelt, gehaltene Torschüsse beklatscht und jede Andeutung eines Vormarsches des eigenen Kindergartens lauthals unterstützt. Genauso ist es richtig. Genauso macht es allen Spaß. Und wenn der Ball mal ungüns-tig den Spieler traf, war die tröstende Mutti nicht weit.

Die beste Mannschaft waren die "Bussibären". Sie belohnten sich für viel Trainingsfleiß mit diesem Sieg. Hier hat Papa Pörschke gute Arbeit geleistet. Der letzte Pokal geht also nach Grabow und dort bleibt er auch. Die Loburger wurden Zweiter und Zeppernik Dritter. Die Loburger "Burgspatzen" kamen statt der vorgegebenen acht mit 14 Spielernund beschworen dadurch beinahe ein Medaillenproblem herauf. Aus der "Entdeckungskiste" kamen die jüngsten Teilnehmer - gerade drei Jahre alt. Bemerkenswert waren die vielen Mädchen bei den kleinen Fußballspielern. Vielleicht haben sie den Spaß am Fußball entdeckt und siesind bald im Verein zu sehen.

Geleitet wurden die Spiele vom Schiri Frank Jahns, dem es eine Selbstverständlichkeit ist, die Loburger Nachwuchsveranstaltungen zu unterstützen. Als Unterstützung für ihn, quasi auch als Schnupperkurs, durften dieses Jahr auch Kinder an den Schiriposten, Maximilian Müller als "erfahrener" D-Jugend-Spieler war auf dem Feld, Nikolas Meyer und Tim Lehmann fungierten als Assis-tenten.

Ein Dank geht anden souveränen Turnierleiter Olaf Schöttle sowie an die fünf jungen Loburger Fußballdamen an den Stationen, Diane Hofrichter, Sandra Rzoczeck, Bianca Bich, Anna Kniep und Nora Diekmann. Den Kindern, also den Hauptakteuren des Turniers, hat der Sonntagvormittag sichtlich gefallen. Alle sind nach viel Sporttreiben vollbepackt mit Medaille, Urkunde, Abzeichen usw. nach Hause gegangen und waren mit ihrem Sonntag-Vormittag zufrieden.

"Für den Fall, dass ich mich entschließe, nächstes Jahr noch einmal ein solches Turnier zu organisieren, wird es keinen Pokal mehr geben und die einzelnen Spiele nicht mehr mit Punkten gewertet. Es gibt nicht den einen siegreichen Kindergarten, sondern viele kleine Sieger und hoffentlich nur gut gelaunte große Vorbilder", so Boldt abschließend.