Wittenberg l Die Gastgeber treten nach zwei Jahren Pause in dieser Saison wieder mit einer Mannschaft im Männerbereich an, konnten aber im bisherigen Saisonverlauf noch nicht punkten und mit David Kunze fehlte ihnen in diesem Spiel ihr gefährlichster Schütze.

Die Favoritenrolle lag also klar beim HSV, aber jedes Spiel muss erstmal gespielt werden. Die Zerbster ließen „Bruder Schlendrian“ in der Kabine und gingen sehr konzentriert in das Spiel. Schnell sorgten sie für klare Verhältnisse. Florian Dobritz zog immer wieder das Tempo an. Mit schnellen Anspielen wurde der Druck von Position zu Position weiter gegeben und so riss der HSV immer wieder Lücken in die Abwehr des Gegners.

Über die Stationen 5:1, 9:2 und 11:3 in der 15. Minute hatte sich der HSV abgesetzt. Die Wittenberger nahmen eine Auszeit, um diesen Lauf ein wenig zu stoppen. Aber die Zerbster ließen jetzt nicht locker. Per Konter erhöhte Sebastian Daudert in der 18. Minute auf 13:3 zur erstmaligen Zehn-Tore-Führung. Die Gastgeber kämpften tapfer weiter und kamen gelegentlich durchaus zu klaren Chancen, aber Franz Lorenz im HSV-Tor vernagelte jetzt seinen Kasten. Dennis Franz traf von außen zum 17:4.

Fabian Schwenger, an diesem Tag der beste Zerbster Schütze, machte drei Tore in Folge und Felix Lewin beendete die erste Halbzeit mit seinem Treffer zum 22:5-Pausenstand. Zu diesem Zeitpunkt bahnte sich für die gastgebende TSG Wittenberg ein Debakel an.

Nach schönem Anspiel von Tobias Maerten erzielte Stefan Rummel vom Kreis den ersten Treffer der zweiten Hälfte. Schwenger erhöhte mit einem Heber von außen zur 30:8-Führung. Beim HSV wurde jetzt viel gewechselt. Matthias Kilz kam endlich nach Verletzungspause wieder zu einem Einsatz im Tor.

Mit dem klaren Vorsprung im Rücken häuften sich aber im Zerbster Spiel die technischen Fehler. Nicht jeder Angriff wurde konzentriert und konsequent zu Ende gespielt. Die Gastgeber warfen alles in die Partie, um das Ergebnis in Grenzen zu halten und bejubelten jeden ihrer Treffer lautstark.

In der 58. Spielminute erzielte Maerten das 40. HSV-Tor und der überzeugende Zerbster Sieg mit 40:15 Toren stand fest.

In der Tabelle verbleibt der HSV auf Platz zwei. Spitzenreiter Holzdorf gewann sein Topspiel zu Hause gegen Abus Dessau mit 30:21. Die Zerbster müssen in zwei Wochen zum Auftakt der Rückrunde wieder in einem Sonntagsspiel auswärts gegen die zweite Mannschaft von Grün-Weiß Wittenberg/Piesteritz antreten.

HSV Zerbst: Lorenz, Kilz – Schwenger (12), Dobritz (8), Daudert (3), Hohmann, Lewin (3), Maerten (3), Rummel (4), Franz (7).