Magdeburg l Die Hälfte der Strecke ist absolviert, und Marco Neumann hat Schmerzen. Am Ergometer geht es 6 000 Meter weit um die bestmögliche Zeit, er hat sich eine 19:00 Minuten vorgenommen. Sein Heimtrainer vom SC Magdeburg, Roland Oesemann, hat den Leistungstest ohne Konkurrenten zum Einzelkämpfer-Wettbewerb für Neumann ausgerufen, "gegen sich und gegen die Zeit", sagt Oesemann. Neumann kämpft, aber "mir hat das nötige Selbstvertrauen gefehlt", erklärt der 1,98-Meter-Hüne. Es ist schwer, das verkorkste Jahr 2011 aus den Knochen zu schütteln.
Am vergangenen Sonnabend hat es deshalb im Trainingszentrum der Ruderer im Stadtpark nicht zum Ziel gereicht, Neumann, 23 Jahre, hat es um 20 Sekunden überboten. Die 19 Minuten "habe ich eigentlich drauf", weiß er. "aber momentan ist der Respekt einfach groß." Vor drei Jahren war er mit 18:53 Minuten schon viel schneller, das ist seine persönliche Bestzeit. Sie hätte sich gut gemacht auf dem Zettel von Hartmut Buschbacher. Der Bundestrainer hatte den Leistungstest von allen Athleten aus dem Kader der Nationalmannschaft eingefordert, mit den vorgelegten Zeiten erstellt er dann ein Ranking, das ihm auch künftig bei der Auswahl seiner Ruderer eine Hilfe sein soll.
Neumann will und muss sich nun Selbstvertrauen holen, an diesem Wochenende reist er mit der U-23-Auswahl des Deutschen Ruderverbandes nach Soustons in Südfrankreich ins Trainingslager. "Ich bin froh, dass ich dabei sein kann", sagt Neumann. "Da habe ich gute Gegner." Zum Beispiel Denis Sittel aus Halle, der zweifache Junioren-Weltmeister und der Junioren-Sportler 2011 in Sachsen-Anhalt. Auch Oesemann reist mit, "um Marco weiter zu beschleunigen", sagt er lächelnd. Und um gleichzeitig Carina Böhlert, die in ihr erstes U-23-Jahr gegangen ist, zu betreuen.
Und das nächste Zeichen kann Neumann dann am 1. April setzen, beim Frühtest in Leipzig. "Ich hoffe, ich kann einen raushauen", sagt Neumann - einen sechsten, siebten Rang strebt er dann an.
Jenen Buschbacher-Test haben auch Marcel Hacker und Mathias Rocher absolviert - allerdings im Trainingslager in Ratzeburg. Der Magdeburger Hacker von der RG Frankfurt hat dabei gezeigt, dass "ich auf dem richtigen Weg bin" nach London, auch wenn - wie für alle - für ihn der entscheidende Test am 14./15. April in Köln folgt. Dort kristallisiert sich nämlich der Kern des Nationalteams für Olympia heraus. Und dazu will dann auch René Bertram gehören. Der derzeit einzige Riemenruderer aus der SCM-Riege wurde zuletzt allerdings von einer Grippe zur Trainingspause gezwungen.
In Ratzeburg hat Hacker in 18:48 Minuten einen persönlichen Bestwert geschafft, über die der 34-Jährige urteilt: "Die Zeit ist okay, damit habe ich mich wieder im vorderen Drittel platziert." Rocher vom SCM schaffte eine 19:00 Minuten, womit der 22-Jährige zufrieden war. Aber das ist nun Geschichte: Von den 6 000 Metern geht es ans intensive Training auf der olympischen 2 000-Meter-Distanz - für Hacker ab Sonnabend im portugiesischen Avis, für Rocher ab morgen im französischen Le Temple-sur-Lot.
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Dabei liegt die Lösung doch auf der Hand.Ein rechtzeitig angemeldetes Dorffest und die Sache hätte sich erledigt.Lernt man doch schon im Physikunterricht...wo Einer ist kann kein anderer sein....
Ich kann mich der Meinung von Herrn Müller nur anschließen. Der Begriff Arena für eine Sporthalle ist doch arg übertrieben. Bode-Sporthalle scheint mir da besser geeignet, denn die Bode gehört zu Oschersleben und ist ja nicht weit weg. Das der Vorschlag der Bewos an erster Stelle landet gibt mir zu denken. Vielleicht ist auch eine Kombination zur BEWOS-Sporthalle überlegenswert.
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