
Die schlechte Chancenverwertung in den vergangenen Spielen der Bundesliga-Handballer vom SC Magdeburg zog Kritik am Rückraum nach sich, Yves Grafenhorst kennt allerdings plausible Antworten. Und er hofft, im Viertelfinale des EHF-Cups weiter international zu spielen.
Magdeburg l Wenn man den Worten von Yves Grafenhorst folgt, gibt es eigentlich gar nicht so viel zu verbessern im Hinblick auf das Bundesliga-Duell am kommenden Sonntag gegen Eintracht Hildesheim (GETEC-Arena, 17.30 Uhr). "Natürlich war der Rückrundenstart spielerisch nicht glanzvoll", erklärt Grafenhorst, "aber wir haben die Ergebnisse eingefahren." Dass ihm dabei ein gewisser Dank der SCM-Familie zukommt, ist für ihn nebensächlich, wenngleich er sich nicht erinnern kann, wann eines seiner Tore in dieser Saison nur annähernd eine ähnliche Bedeutung hatte wie jenes vom Samstag. Da hatte Grafenhorst das 21:22 erzielte aus Magdeburger Sicht im Achtelfinal-Rückspiel des EHF-Cups bei Nexe Nasice, und es war trotz der Niederlage der Siegtreffer zum Weiterkommen.
Deshalb ist der SCM heute im Topf, wenn die Runde der letzten Acht in Wien ausgelost wird (11 Uhr) - und mit den Rhein-Neckar Löwen und Frisch Auf Göppingen zwei weitere Bundesligisten. "Wir wollen das internationale Flair behalten", hofft Grafenhorst - alles außer deutsch also.
Zuletzt ist die Leistung des Magdeburger Rückraums wieder ein Fall für die Kritik geworden. Spieler wie Grafenhorst können dieser allerdings mit plausiblen Gegenargumenten begegnen, so allgemein sie zunächst auch klingen mögen: "Man sollte den Respekt vor dem Gegner nie verlieren."
Der Linksaußen selbst hatte am vergangenen Mittwoch bei den Füchsen Berlin (20:24) 50 Minuten lang - salopp umschrieben - rumgestanden, ehe er noch drei Tore erzielte. Robert Weber ging es auf der rechten Seite ähnlich. Aber das habe nichts mit mangelnder Integration in die Neuerungen des Angriffsystems zu tun, sagt Grafenhorst, das sei vielmehr der Taktik (versetzte 5-1) geschuldet gewesen. Nasice hatte sich daran ein Beispiel genommen. "Sie haben alle zehn Minuten das System gewechselt, darauf waren wir zwar hervorragend eingestellt, aber es ist trotzdem schwer, auch sofort den Rhythmus und die richtigen Lösungen zu finden", resümiert der 27-Jährige, der viermal traf, darunter zweimal per Konter.
Der schnelle Tempogegenstoß hat seit Ende der Winterpause ebenfalls eher Seltenheitswert, in Berlin gab es ihn noch seltener zu sehen als in Nasice. Auch das erklärt Grafenhorst mit den Gegnern: Beide haben sich wenige Fehler im Positionsangriff geleistet und waren stark im Rückzugsverhalten.
Nasice hat dann erst mit dem klaren Sieg vor Augen jene Geduld in der Offensive verloren, die zum Verteidigen des zwischenzeitlichen Sechs-Tore-Vorsprungs (21:15) nötig gewesen wäre. In diesem Fall hat die Erfahrung und Klasse des SCM gesiegt. "Wir hatten gesehen, dass wir nur einen kleinen Lauf brauchen, um Nasice in Bedrängnis zu bringen. Und dann haben wir auch die einfachen Tore gemacht." Bevor Grafenhorst nämlich das entscheidende Tor erzielen konnte, hatten Ales Pajovic, Jure Natek und Stian Tönnesen aus dem Rückraum zum 22:20 getroffen. Wohl unbestritten allerdings bleibt, dass ein beweglicher und aggressiver Fabian van Olphen (Kreuzbandriss) dem Team noch spürbar fehlt.
SCM-Manager Marc Schmedt erklärt die letzten fünf Minuten der Aufholjagd am Samstag so: "Wenn man Frank Carstens beobachtet hat, dann hat man auch gesehen, dass er immer an den Sieg geglaubt hat, das hat er auf die Mannschaft übertragen."
Was für die Zukunft also noch fehlt? "Eine bessere Chancenverwertung", sagt Grafenhorst. Die war auch in Nasice mit 25 Fehlwürfen "nicht ideal".
EHF-Cup-Vierlfinale: Im Lostopf sind der SC Magdeburg, Rhein-Neckar Löwen, Frisch Auf Göppingen, Dinamo Minsk (Weißrussland), Saint Raphael Var Handball, Dunkerque HB Grand Littoral (beide Frankreich), Tatran Presov (Slowakei), RK Gorenje Velenje (Slowenien)
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Dabei liegt die Lösung doch auf der Hand.Ein rechtzeitig angemeldetes Dorffest und die Sache hätte sich erledigt.Lernt man doch schon im Physikunterricht...wo Einer ist kann kein anderer sein....
Ich kann mich der Meinung von Herrn Müller nur anschließen. Der Begriff Arena für eine Sporthalle ist doch arg übertrieben. Bode-Sporthalle scheint mir da besser geeignet, denn die Bode gehört zu Oschersleben und ist ja nicht weit weg. Das der Vorschlag der Bewos an erster Stelle landet gibt mir zu denken. Vielleicht ist auch eine Kombination zur BEWOS-Sporthalle überlegenswert.
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