Die Zahlen sind beeindruckend: 16 Tonnen Peking-Ente, fast eine Million Bananen und über 800 000 Eier bekommen Athleten, Trainer und Medienvertreter aus aller Welt während der Olympischen Spiele und der Paralympics unter anderem serviert. "Mit rund 3,5 Millionen Mahlzeiten ist es unser bisher größter olympischer Einsatz", verkündet ein Sprecher des US-Konzerns Aramark, der bereits zum 14. Mal für das Catering bei den Spielen verantwortlich ist. Fast 7000 Manager, Chefköche und Angestellte wirbeln in Peking hinter den Tresen im olympischen Dorf, in zwei Medien-Zentren sowie zwei Medien-D örfern. Und den meisten Athleten und Funktionären mundet’s ganz offensichtlich: "Für jeden Geschmack ist hier etwas dabei", meint der deutsche Chef de Mission, Michael Vesper.

Ob mediterran, asiatisch oder auch mal ein Burger - alles ist zu haben, rund um die Uhr. "Das Essen ist sehr abwechslungsreich", sagt nicht nur Magdeburger Ruderer René Bertram. "Es ist eine internationale Vielfalt und zum Frühstück gibt es sogar Wurst und Käse." Auch Turn-Star Fabian Hambüchen ist mit der Verpfl egung zufrieden: "Nach den Wettkämpfen werde ich mir endlich einen süßen Eierkuchen gönnen." Wasserspringer Patrick Hausding, mit Silber im Synchron-Wettbewerb vom Turm dekoriert, meint zum Angebot: "Da kann man nicht meckern." Als er das erste Mal in die riesige Mensa im olympischen Dorf gekommen sei, habe er gar nicht gewusst, wo er sich anstellen soll.

Laut Aramark hat die Kantine im olympischen Dorf die Größe von etwa drei Fußballfeldern, gleichzeitig könnten dort bis zu 6000 Hungrige einen Platz finden. Über 800 Rezepte seien für das Olympia-"Welt-Menü" ausgewählt worden, so der Firmen-Sprecher weiter. Zur mediterranen Küche gehören beispielsweise italienische, griechische, aber auch nordafrikanische Spezialitäten. Für vegetarische und koschere Kost ist ebenfalls gesorgt. Das Motto der Caterer: "Vielfalt, gesundes Essen und einen Geschmack, den Athleten und Offizielle aus der Heimat gewohnt sind." Einer besonders großen Beliebtheit erfreuen sich die traditionellen Peking-Enten, allein im olympischen Dorf werden täglich bis zu 600 Stück verschmaust. Nur eine war mit der Verkostung nicht so ganz zufrieden: Degenfechterin Imke Duplitzer. Sie kam zu dem Schluss: "Noch eine Woche warmer Reis und mir wachsen Blätter."