Beim Eishockey erreichen die Spieler Geschwindigkeiten von bis zu 50 Stundenkilometern, das Spielgerät, der Puck, wird sogar mit dem dreifachen Tempo über das Eis geschlagen. Eishockey gilt sogar als der schnellste Mannschaftssport der Welt. Blitzartige Auswechslungen während des laufenden Spiels und der aggressive Körpereinsatz erhöhen die Attraktivität.

























Austragungsorte"Bolshoy" Eis-Dom, Coastal Cluster
Zu vergebende Goldmedaillen2
Internationaler VerbandInternational Ice Hockey Federation (IIHF)
PräsidentRené Fasel (Schweiz)
Olympisch seit1920 (Antwerpen/Belgien) Frauen 1998 (Nagano/Japan)
Internetwww.iihf.com

Bei den Männern treten zwölf Mannschaften zum Kampf um die Medaillen an, bei den Damen sind es acht. Gespielt wird zunächst in Gruppen. Bei den Herren sind es drei Gruppen à vier Teams, bei den Damen zwei Gruppen à vier Teams. Für das Viertelfinale qualifizieren sich in der Männer-Konkurrenz die drei Gruppenersten und der Viertbeste direkt. Die übrigen vier Plätze werden in einer Playoff-Runde mit allen verbliebenen Teams vergeben. Selbst eine Mannschaft, die alle Gruppenspiele verliert, kann so noch in die Runde der besten Acht kommen. Ab dem Viertelfinale wird im K.o.-System weitergespielt. Die Frauen spielen nach dem gleichen System.

Die Herren-Teams dürfen aus maximal 20 Feldspielern und drei Torhütern bestehen, bei den Damen aus 18 Feldspielerinnen und drei Torhüterinnen. Auf dem Eis stehen - inklusive des Torhüters - sechs Spieler. Meist werden eingespielte Akteure zusammen in sogenannten Blöcken ein- und ausgewechselt. Dementsprechend gibt es Angriffs- und Abwehrblöcke. Diese können auch spezialisiert sein, etwa auf eine Powerplaysituation. Während des Powerplays hat eine Mannschaft auf dem Eis eine Überzahl. Diese entsteht durch grobes Foulspiel. Der Übeltäter kann zum Beispiel für besonders harte Bodychecks, Stockschläge oder Beinstellen vom Schiedsrichter für 2, 5 oder 10 Minuten vom Eis gestellt werden. Während seiner Strafzeit darf er nicht auf dem Eis ersetzt werden. Erzielt der Gegner in Überzahl ein Tor, darf der Hinausgestellte sofort wieder auf das Eis.

Die Netto-Spielzeit jeder Begegnung besteht aus drei Einheiten zu je 20 Minuten. Nach dem ersten und zweiten Drittel folgt eine Pause von jeweils einer Viertelstunde, in der die Mannschaften die Seiten wechseln. Gestartet wird das Spiel, auch nach Unterbrechungen, mit einem "Bully": Auf einer Markierung wirft der Schiedsrichter den Puck zwischen zwei gegnerische Spieler, die mit ihrem Schläger versuchen die flache Scheibe in Besitz zu bringen. Nach der Gruppenphase gehen Spiele, die nach 60 Minuten unentschieden stehen, in die "Sudden Death"-Verlängerung: Wer das erste Tor schießt, gewinnt das Spiel. Fällt kein Tor in der Verlängerung folgt ein Penalty-Schießen. Aus jeder Mannschaft fährt dann abwechselnd ein Athlet mit dem Puck allein von der Mittellinie los und versucht den gegnerischen Torwart zu überwinden. Die Mannschaft, dessen Spieler zuerst verschießt, verliert auch die Partie.

Das Spielfeld ist durch eine rote Linie in zwei Hälften unterteilt und von einer rund 1,20 Meter hohen Bande umgeben. Zusätzlich trennen zwei blaue Markierungen die Eisfläche in drei Zonen (zwei Angriffs- und eine neutrale Zone). Diese Einteilung ist für das Abseits im Eishockey wichtig.

Im Eishockey spielen jeweils die Teams der Frauen und der Männer zunächst in der Vorrunde in Gruppen gegeneinander. In der darauf folgenden Finalrunde treten dann die besten Teams zum Kampf um die Medaillen an.