Sotschi - Die Niederländerin Jorien Ter Mors hat am Freitag in Sotschi einen olympischen Rekord auf gestellt, der nur schwer zu knacken sein wird.

Nur zwei Stunden und 17 Minuten lagen am drittletzten Wettkampftag der Winterspiele zwischen den Starts der 1500-Meter-Olympiasiegerin im Eisschnelllauf und im Shorttrack. Zunächst lief die 24-Jährige aus Enschede im Damen-Trio gemeinsam mit Ireen Wüst und Lotte van Beek in der Adler-Arena das Viertelfinale der Team-Verfolgung der Eisschnellläufer gegen die USA.

Ganze 2:13 Stunden lagen zwischen dem Ende dieses Laufes, den die Niederländerinnen klar gewannen, und ihrem ersten Rennen in der etwa 400 Meter entfernten Eisberg-Arena. Die Fahnenträgerin des Oranje-Teams bestritt dort das Shorttrack-Viertelfinale über 1000 Meter und qualifizierte sich für das Halbfinale.

"Im Shorttrack muss man immer wachsam sein. Es ist mehr ein Spiel", begründete Ter Mors, warum sie die kurze Bahn weiter bevorzuge. "Beim Eisschnelllaufen gewinnt die Stärkste", meinte sie - und findet es daher langweiliger. Sie ist die erste Frau, die beide Disziplinen bei Olympia absolviert. In Vancouver lief der Lette Haralds Silovs die 5000 Meter der Eisschnellläufer und ein Shorttrack-Rennen innerhalb von vier Stunden.