Sotschi - Der russische Eislauf-Verband hat dementiert, dass er Shorttrack-Olympiasieger Victor An mit viel Geld angelockt und damit die USA ausgestochen habe.

"Das ist nicht wahr. Das sind nur Anschuldigungen. Es hat keinen Kampf zwischen Russland und den USA gegeben", sagte Verbandspräsident Alexej Krawzow nach dem zweiten und dritten Gold für den gebürtigen Südkoreaner in Sotschi. "Bitte machen Sie sich keine Illusionen, dass Victor An gekauft wurde und es kommerzielle Angebote gegeben hat, damit er seine Staatsbürgerschaft ändert und nach Russland kommt. Auf keinen Fall", betonte Krawzow.

An ist mit dreimal Gold und einmal Bronze der erfolgreichste Teilnehmer der Winterspiele in seiner Wahlheimat. Exakt die gleiche Anzahl an Medaillen holte er 2006 in Turin für sein Geburtsland. Nach einer Verletzung und Streit mit dem südkoreanischen Verband wechselte er 2011 nach Russland. Er habe einfach eine Gruppe von Menschen gesucht, die ihm und seinen Fähigkeiten vertrauen, erklärte der 28-Jährige in Sotschi. An ließ offen, ob er 2018 an den Winterspielen im südkoreanischen Pyeongchang teilnehmen wird.