Skilangläufer brauchen vor allem eins: Ausdauer. Die Topathleten zeichnen sich daher durch ein beeindruckendes Lungenvolumen und nicht zuletzt auch durch den unbändigen Willen aus, dem eigenen Körper über die Schmerzgrenze hinweg alles abzuverlangen. Bei der längsten olympischen Distanz legen die Herren immerhin 50 Kilometer auf ihren schmalen Brettern zurück. Gerade bei den langen Strecken ist häufig die richtige Taktik rennentscheidend. Durch die Ergänzung des olympischen Programms durch Sprint (2002) und Teamsprint (2006) hat die Bedeutung des Spurtvermögens in den letzten Jahren zugenommen.

























Austragungsort"Laura" Langlauf- und Biathlonkomplex, Mountain Cluster
Zu vergebende Goldmedaillen12
Internationaler VerbandFédération Internationale de Ski (FIS)
PräsidentGian Franco Kasper (SUI)
Olympisch seit1924 (Chamonix/Frankreich)
Internetwww.fis-ski.com

Insgesamt werden in nicht weniger als zwölf verschiedenen Wettbewerben Medaillen vergeben. Damit ist der Langlauf neben Eisschnelllauf die Disziplin mit der größten Zahl an Entscheidungen innerhalb des olympischen Programms. Die einzelnen Konkurrenzen werden entweder im klassischen Stil, bei dem die Ski parallel in der vorgegebenen Loipe bleiben müssen, oder im Freistil gelaufen, bei dem fast ausschließlich die Skating-Technik Anwendung findet.

Im EINZEL starten die Läufer mit einem Abstand von 30 Sekunden. Der Olympiasieger wird durch die beste Zeit ermittelt.

Beim MASSENSTART gehen alle Athleten gemeinsam in das Rennen. 60 bis 80 Läufer starten dann in mehreren Reihen. Neben dem individuellen Können ist hier auch Durchsetzungsvermögen und Taktik gefragt. Trotz der langen Distanzen (50 Km bei den Männern und 30 Km bei den Frauen) bekommen die Zuschauer das Feld häufig zu sehen, da der Kurs aus kurzen Schleifen besteht. Meist bleibt das Rennen bis zum Ende hin spannend und der Sieger wird erst im Spurt ermittelt.

Die VERFOLGUNG besteht für jeden Teilnehmer aus zwei Abschnitten. Die erste Hälfte wird in der klassischen Technik absolviert, die zweite im Freistil. Deshalb muss der Athlet seine Skier während des Rennens tauschen.

In der STAFFEL treten Vierer-Teams gegeneinander an. Die ersten beiden Läufer müssen die klassische Technik benutzen, die letzten beiden den Freistil. Das Rennen erfolgt durch den Massenstart. In einer ausgewiesenen Zone erfolgt der Wechsel durch das anticken des nächsten Teamkollegen.

Alle Strecken werden einmal gelaufen. Eine Ausnahme ist der SPRINT. Zunächst gehen alle Starter einzeln auf die Strecke. Die 30 Zeitschnellsten qualifizieren sich für den K.o.-Modus. In diesem nehmen sechs Konkurrenten den Lauf gleichzeitig in Angriff. Die beiden Ersten und die zwei Zeitschnellsten kommen ins Halbfinale. Hier wird die Teilnehmerzahl für das Finale halbiert.

Beim TEAMSPRINT läuft ein Nationen-Duo abwechselnd sechs Runden. Ein Land darf je nach Stärke mehrere Duos beim Wettbewerb antreten lassen. Auch hier gilt der K.o.-Modus. Allerdings sind zehn bis 15 Teams gleichzeitig auf der Strecke.

Die Heimat der Sportart liegt in Skandinavien. Noch heute ist das Skilanglaufen in den nordischen Ländern ein beliebter Freizeitsport. Nicht unerwartet kommen die Spitzenläufer häufig aus Norwegen, Schweden, Finnland und auch Russland.

Im Skilanglauf werden Medaillen in folgenden Konkurrenzen vergeben: Sprint (Herren und Damen), Verfolgung (Herren: 15 km klassisch + 15 km Freistil; Frauen: 7,5 km klassisch + 7,5 km Freistil), Einzel (Herren: 15 km klassisch; Damen: 10 km klassisch), Massenstart (Herren: 50 km Freistil; Damen: 30 km Freistil), Teamsprint (Herren und Damen) und Staffel (Herren: 4 x 10 km klassisch und Freistil; Damen: 4 x 5 km klassisch und Freistil).