Sotschi (dpa) l Die größte Reisegruppe um Gold-Favoritin Maria Höfl-Riesch erreichte Sotschi leicht verspätet, andere deutsche Athleten testeten ohne Zeitdruck bereits die olympischen Wettkampfstätten. 30 deutsche Wintersportler sowie 50 Offizielle und Betreuer landeten am Dienstagnachmittag in der Olympia-Stadt. Am Flughafen Adler wartete erneut ein großes Medienaufgebot auf den Lufthansa-Sonderflug 1474. Der deutsche Chef de Mission, Michael Vesper, nahm nach den Einreiseformalitäten als Erster seine Olympia-Akkreditierung in Empfang.

Drei Tage vor Eröffnung der ersten Winterspiele in Russland kommt die olympische Flamme auf ihrer 65 000 Kilometer langen Reise Sotschi immer näher, auch Russlands Staatspräsident Wladimir Putin machte sich auf den Weg.

Am Frankfurter Flughafen wurden Skirennfahrer, Biathleten oder Langläufer offenbar von keinen allzu großen Bedenken über die seit Monaten diskutierte politische Situation in Russland begleitet. "Wir haben diese Diskussionen nicht nur verfolgt, sondern auch mitgeführt. Die sind mit bei uns im Gepäck, aber jetzt wird erst einmal der Sport im Vordergrund stehen", sagte DOSB-Generaldirektor Vesper. Höfl-Riesch meinte: "Man wird ja ständig darauf angesprochen von den Medien. Nicht alles stimmt vielleicht. Aber jetzt fahren wir selbst hin und können uns vor Ort ein Bild machen."

Die sportlichen Ziele der deutschen Mannschaft sind unverändert hoch. "Vor vier Jahren haben wir 30 Medaillen geholt, von daher ist das ein schwieriges, ambitioniertes Ziel", betonte Vesper.