Sotschi | Olympia-Städte sind auch immer Hochsicherheitstrakte. Das ist nicht nur in Sotschi so, wie ich aus eigener Erfahrung aus Athen, Peking und London berichten kann. Trotz Überprüfung im Vorfeld und Akkreditierung gehören ständige Kontrollen für Berichterstatter zur Tagesordnung und entwickeln sich zum lästigen Ärgernis - vor allem je länger die Spiele andauern. Bei jedem Betreten der Pressezentren oder Sportstätten müssen Laptop oder Handy vorgeführt werden.

Die russischen Organisatoren haben den Kontrollapparat auch erstmals auf die Zuschauer ausgeweitet. Eine Eintrittskarte allein reicht nicht zum Besuch aus. Jeder Olympia-Fan, der zu den Wettkämpfen will, muss sich zuvor mit seinen Passdaten registrieren und eine Art Visum für die Sicherheitszone beantragen. "Wir haben hier eins gelernt: Auch wenn du in 24 Stunden schon zehn Sicherheitskontrollen hinter dich gebracht hast, heißt das nicht, dass du nicht noch ein paar mehr verträgst", berichtet Ken Gericke. Der Magdeburger verbringt als Gewinner einer Aktion der Wernesgrüner-Brauerei und der Volksstimme diese Woche in Sotschi. Seinen Pass zum Umhängen mit Foto, Sicherheitschip, Namen in lateinischen und kyrillischen Buchstaben und Geburtsdatum trägt er stets sichtbar. Damit ist das Prozedere aber noch nicht zu Ende: Beim Einlass geht es Gericke wieder wie uns Journalisten - nur statt PC kommen Fahne, Winkehand und Perücke in das Röntgengerät.