Am letzten Olympiawochenende geht der Blick schon voraus auf die am 7. März in Sotschi beginnenden Paralympics, die Winterspiele für Behinderte. Rund 1500 Athleten aus 43 Ländern werden im Schwarzmeerkurort erwartet. Und fast reflexartig beginnt (wie auch schon vor den Olympischen Spielen selbst) das Wehklagen über "viele Barrieren" für die gehandicapten Gäste.

"Lifte, die nicht funktionieren, Fahrstühle, die zu eng sind, hohe Bordsteinkanten, Zebrastreifen, die auf matschigen Beeten enden, und viele Stolperstellen" lassen wie vor Wochen "kritische Beobachter" erneut das Schlimmste nun also auch für die Paralympics-Teilnehmer befürchten.

Erinnern wir uns: Eingangs der Winterspiele am Fuße des Kaukasus wurden schlimme Zweifel an den Fähigkeiten der Olympiagastgeber gesät. Und völlig überraschend ist dann doch das Gegenteil eingetreten. Sportlerinnen, Sportler, Funktionäre und selbst Journalisten, die bekanntlich fast immer das Haar in der Suppe finden, mussten schließlich einräumen, dass sich selbst die prekärsten Bedenken im wahrsten Sinne "in Luft" aufgelöst hatten.

Nun also die bevorstehenden Paralympics. Selbst der über jeden Verdacht der Schönfärberei erhabene Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), der Engländer Philip Craven, bescheinigte Sotschi, dass "viel für eine barrierefreie Stadt getan wurde". Andrea Eskau, einzige sachsen-anhaltische Starterin, könnte ja nach den Paralympics aus erster Hand über ihre Erlebnisse berichten ...