Vier Jahre nach dem Tränen-Drama von Turin hat Evi Sachenbacher-Stehle einen verheißungsvollen Start in die olympischen Langlauf-Wettbewerbe hingelegt, die erhoffte Top Ten-Platzierung aber knapp verpasst. Beim Sieg der Schwedin Charlotte Kalla im 10-Kilometer-Freistilrennen

war die Bayerin gestern in Whistler als Zwölfte beste der DSV-Läuferinnen, die ohnehin nur mit Außenseiterchancen gestartet waren.

" Das war ein guter Einstieg. Ich hoffe, dass es von Mal zu Mal besser wird ", sagte die Staffel-Olympiasiegerin von 2002. " Man muss realistisch bleiben, wir wollten in die Top Ten. Das ist auch für die nächsten Rennen die Devise ", gab Bundestrainer Jochen Behle als Ziel aus.

Vor vier Jahren war Sachenbacher-Stehle am Tag vor der Eröffnung der Olympischen Winterspiele wegen erhöhter Blutwerte mit einer fünftägigen Schutzsperre belegt worden und musste sich das Auftaktrennen von außen anschauen. Doch die Tränen sind inzwischen längst getrocknet. Die 30-Jährige lieferte in der Loipe von Whistler eine überzeugende Vorstellung ab, wenngleich sie mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun hatte. " Ich habe mich nicht ganz top gefühlt. Mein Hauptrennen ist die Verfolgung. Ich hoffe, dass es da weiter nach vorne geht ", meinte Sachenbacher-Stehle, die im Teamsprint und der Staffel weitere Medaillenchancen hat.