Tabor - Die deutschen Rad-Crosser sind bei der WM-Medaillenvergabe in Tabor leer ausgegangen. Dagegen präsentierten sich Neulinge im Regenbogen-Trikot.

Der 20 Jahre alte Niederländer Mathieu van der Poel sicherte sich im tschechischen Tabor nach 25,4 Kilometern zum ersten Mal den Titel vor dem Belgier Wout van Aert (+15 Sekunden) und seinem Landsmann Lars van der Haar (+17). Am Vortag hatte bei den Frauen die Straßen-Weltmeisterin Pauline Ferrand-Prevot aus Frankreich triumphiert.

Bester Fahrer des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) war in der Eliteklasse der nationale Meister Marcel Meisen aus Aachen (+2:37) auf Rang acht. Direkt hinter ihm landete Philipp Walsleben aus Kleinmachnow (2:43), der sich 2009 den U23-Weltmeistertitel gesichert hatte. Wegen einer hartnäckigen Erkältung hatte Walsleben im Januar alles andere als planmäßig trainieren können.

Freudentränen liefen über sein dreckverschmiertes Gesicht, als van der Poel die Ziellinie nach 1:09,12 Stunden überquerte. "Das ist unglaublich", sagte er nach seinem eindrucksvollen Start-Ziel-Sieg. "Anfangs konnte ich über die zwei Barrieren springen, ohne vom Rad zu müssen - das hat mir vielleicht die entscheidenden Sekunden gebracht."

WM-Silber bei den Frauen sicherte sich Cross-Europameisterin Sanne Cant aus Belgien vor Titelverteidigerin Marianne Vos aus den Niederlanden. Die deutschen Starterinnen hatten mit dem Ausgang nichts zu tun. Die vielfache Titelträgerin Hanka Kupfernagel fehlte in Tabor wegen einer Rippenverletzung.