Junge, talentierte Nachwuchsmusiker suchen und fördern – das ist die Idee, die hinter dem MusiCids-Bandcontest der Städtischen Werke Magdeburg steht. Am Sonnabend fand der erste von insgesamt drei Vorausscheiden statt. Fünf Bands und Solokünstler kämpften auf der Bühne des Studentenclubs Projekt 7 um die Gunst der Jury. Die Gewinner des Abends sind Taklos [ glücklich ] und Da’Villa.

Magdeburg. Auf dem Personalausweis soll einmal ihr Künstlername stehen, verkünden die Jungs von Taklos [ glücklich ] mit einem Augenzwinkern. Diesem Ziel sind Jens Rabitzsch ( 26 ), Fabian Knuth ( 27 ) und Alexander Tetsch ( 26 ) zumindest ein Stück näher gekommen. Sie gehören zu den Gewinnern des erstenSWM-MusiCids-Vorausscheides.

Mit Popmusik, die sich, wie sie sagen, fernab von " eintöniger Konservenmusik " und " austauschbaren Schnulzensängern " bewegt, gaben die Magdeburger am Sonnabend den musikalischen Auftakt. Schon einmal standen sie auf der MusiCids-Bühne. Vor drei Jahren schafften sie den Sprung ins Finale und wurden dort prompt zum Publikumsliebling gewählt. Jetzt seien sie und ihre Musik reifer geworden. Grund genug, noch einmal anzutreten. Und das war eine gute Entscheidung, versicherte die Jury und gab ihnen das Ticket für das Finale.

Da’Villa (die beiden Musiker wollten ihre Namen nicht nennen) folgten ihnen auf dem Fuße. Und dies sowohl auf der Bühne als auch auf dem Weg ins Finale. Das Hip-Hop-Duo überzeugte mit einem hohen Spaß- und Unterhaltungsfaktor sowie guten Songs, die im Ohr blieben. Mit einem Schmunzeln auf den Lippen verrieten sie ihr Erfolgsrezept : Anstatt viel Geld für Psychologen auszugeben, schreiben sie einfach alles auf. Das garantiert authentische Songs.

Als einziger Hip-Hop-Act des Abends traten die zwei gegen eine starke Rock-Konkurrenz an. Wirkliche Chancen hatten sie sich nicht ausgerechnet. Klar, dass dann die Freude um so größer war, als Juror Stephan Köhler ihren Finaleinzug verkündete.

Ohne Final-Ticket den Heimweg antreten

Doch des einen Freud ist zumeist auch des anderen Leid. So mussten drei der fünf Bands des Abends ohne Finale-Ticket wieder nach Hause fahren. Sehr eng war es vor allem für die fünf Jungs von " We Walk Alone ". Die Metal-Band aus Magdeburg war spielerisch und gesanglich überzeugend. Nur ganz knapp sind sie am Finaleinzug vorbeigeschrammt. Die Jury um Bettina Ballhause ( Pop 10 ), Marco Baumbach ( Heartdisco ), Alexander Ninow ( DJ ), Henning Lührs ( Dates ), Stephan Köhler ( Radio Rockland ) sowie einer Volksstimme-Mitarbeiterin diskutierte lange, ehe sie zu einem Ergebnis kam. Entschieden haben letztlich nur Nuancen. Nuancen waren es auch, die Christopher Wieduwilt ( 23 ) alias " A Crush on Yesterday " trotz musikalischer Unterstützung von Johannes Schwitalla ( 21 ) den Sprung ins Finale verwehrten. Ebenso war es bei den Jungs von " In my Days ". Dennis Zwickert ( 21 ), Steven Samsel ( 21 ), Charly Schröder ( 21 ) und Tino Finke ( 21 ) aus Farsleben spielten temporeich und rockten wahrlich die Bühne. Es gelang ihnen jedoch nicht, sich gegen die starke Konkurrenz durchzusetzten.

Schon am kommenden Sonnabend, 17. April, findet der zweite Vorausscheid des SWMMusiCids Bandcontests statt. Dann stehen auf der Projekt-7-Bühne : Marie Klawie, Gelée Royal, Cindy Ciser, B. Saite und Herr Fisher.