Magdeburg | Wenn er es könnte, würde Petersen völlig auf die vertraglich gebundenen Hallenturniere verzichten. Zu wichtig ist dem 53-Jährigen der weitere Regionalliga-Saisonverlauf. "Wir sind Zweiter und haben immer noch die Chance, die TSG Neustrelitz anzugreifen", erklärt Petersen, der sich in einer "Zwickmühle" sieht: "Was wir überhaupt nicht gebrauchen können, sind Verletzungen, denn noch ist in den Punktspielen alles möglich. Zwar könnten diese Hallenturniere Spaß machen, aber jeder will natürlich den FCM schlagen. Manche Spieler sind dann übermotiviert."

Dagegen stünden jedoch die vom FCM langfristig eingegangenen Verpflichtungen, die einen weiteren Haken haben: Der Regionalligist hat zugesagt, bei jedem dieser Turniere mindestens 50 Prozent seiner Stammspieler einzusetzen. Petersen: "Die Hallenturniere sind für uns kein Highlight, sondern in erster Linie Verpflichtung."

Der Trainer, der mit Nico Hammann, Felix Schiller, Kevin Nennhuber, Kapitän Marius Sowislo, Steffen Puttkammer, Lars Fuchs und anfangs auch Christopher Reinhard und Fabio Viteritti acht Akteure noch in deren Urlaub belässt, ist froh darüber, zum offiziellen Trainingsauftakt am 13. Januar auch wieder fast alle verletzt gewesenen Spieler an Bord zu haben. Lediglich Linksverteidiger Stephan Neumann (Knie) ist vorerst noch zum Zuschauen verurteilt.

FCM sucht nach Verstärkung

Petersen, der sich vor fast zwei Wochen den Ischiasnerv eingeklemmt hat, was ihn bei fast allen Bewegungen weiterhin behindert, kann in der Rückrunde "aus dem Vollen schöpfen" und erwartet "einen gesunden Wettbewerb" innerhalb seines Teams.

Dieser könnte zusätzlich angestachelt werden, da verlautete, dass sich der FCM intensiv auf dem Transfermarkt nach Verstärkungen umsieht. Mit zwei Kandidaten soll Sportchef Mario Kallnik ("Wir sondieren den Markt. Wenn es möglich ist, schlagen wir zu.") recht weit fortgeschritten sein. Die Winter-Wechselfrist endet am 31. Januar.

Nach Petersens Aussagen ist über die sportliche Zukunft von Pechvogel Patrick Bärje noch immer nicht abschließend entschieden. Der ballgewandte Mittelfeldspieler, der immer wieder wegen Knieproblemen ausgefallen war, hatte sich kurz vor der Winterpause erneut eine langwierige Knieverletzung zugezogen.

Düstere Aussichten für Patrick Bärje

Andreas Petersen bedauert das tragische Schicksal des 27-Jährigen, der noch bis zum 30. Juni 2015 beim FCM unter Vertrag steht: "Dass Patrick erneut verletzt ist, bedeutet für die Mannschaft sportlich wie menschlich einen Riesenverlust. Die sportliche Leitung ist mit ihm seit Längerem in Gesprächen. Das letzte Wort ist aber nicht gesprochen."

Das bestätigte auch Mario Kallnik. Die Zukunftsaussichten des gebürtigen Bremers Bärje, der 2011 vom Nord-Regionalligisten SV Wilhelmshaven an die Elbe wechselte, der in der laufenden Saison nur 357 Minuten eingesetzt war und ein Tor erzielte, sehen aber eher düster aus.